Momentan ist wirklich die Luft raus aus den Aktien. Seit dem Frühling lief der SMI in einer engen Handelsspanne, meist zwischen rund 9000 und 9500 Punkten, nur seitwärts. Rechnet man die Korrekturen Anfang Oktober 2014 und im Januar heraus, dann ist der Index per Saldo schon seit einem Jahr nicht mehr vom Fleck gekommen. Wenig Bewegung – kein Wunder, dass viele Anleger derzeit das Interesse an der Börse verloren haben. Und schliesslich war der Kurseinbruch im August auch nicht vertrauensfördernd.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Was viele in dieser zähen Lähmung aber vergessen: Die Börse hat ihre eigenen Zyklen. Und da sollten sich Anleger jetzt langsam, aber sicher, startklar machen für den nächsten Kursaufschwung. Denn betrachtet man den Aktienmarkt über einen längeren Zeitraum, erkennt man ganz klar: Das Schlussquartal bringt meist Gewinn. Bis 2003 konnten Anleger, die spätestens ab Anfang Oktober im SMI investiert waren, bis zum Jahresende schöne Kursgewinne buchen. Da waren nicht selten 10 Prozent und mehr drin. Lediglich im 2007 und im Crashjahr 2008 lief es nicht so rund – es gab rote Zahlen. Auf ganz lange Sicht von 25 Jahren bestätigt sich aber, dass das Schlussquartal meistens positiv verläuft. In allen Jahren, ausser in den genannten 2007 und 2008 sowie im 2002 und 1991, gab es ein positives Schlussquartal.

Oktober – eine klar positive Performance auf lange Sicht

Und jetzt, der Crashmonat Oktober? Zwar denken Anleger an den Börsencrash von 1929, der an einem Freitag Ende Oktober vor 86 Jahren die Weltwirtschaftskrise auslöste und auch an den Schwarzen Freitag Mitte Oktober 1987, ebenfalls mit heftigen Kursverlusten, – aber im Mittel läuft der Oktober besser als befürchtet. Seit 1993, also in den letzten 22 Jahren, gab es im SMI jeweils im Oktober in 16 Jahren per Saldo einen Kursgewinn.

Gründe für Kurssteigerungen im letzten Jahresviertel gibt’s genug. Da ist beispielsweise Thanksgiving in den USA und die Novemberrally oder der Santa-Claus-Effekt mit folgendem Jahresendspurt. Dass es jetzt langsam wirklich wieder heiss zu- und hergehen könnte an der Börse, belegt die Statistik. Wie die Finanzexperten Ben Jacobson und Cherry Yi Zhang von der Massey-Universität in Neuseeland herausgefunden haben, kam es an allen in einer Studie untersuchten 108 internationalen Börsenplätzen über einen Zeitraum von 50 Jahren zu einem starken Lauf im Halbjahr November bis April und zu einer Outperformance im Vergleich zur anderen Jahreshälfte von 6,3 Prozent pro Jahr. Da die Börse schon im August deutlich korrigiert hat, scheint ein mögliches Abwärtsrisiko in diesem Jahr nun sogar eher vergleichsweise gering zu sein. Der Einstieg schon jetzt könnte sich angesichts der positiven Oktoberstatistik im SMI in den nächsten Monaten auszahlen.

Adecco, Geberit, Richemont – schöne Kursmuster im Schlussquartal …

Wer auf Kursgewinne im SMI bis zum Jahresende setzen will, greift zu einem Call auf den Index (ISIN: CH0291533682, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 8189,30 Punkte) und vervielfacht damit auch schon kleine Kurssteigerungen bei Schweizer Blue Chips mit einem aktuellen 12er-Hebel. Steigt der SMI bis zum Jahresschluss nur um 5 Prozent, sind mit dem Zertifikat bereits rund 60 Prozent verdient.

Wer auf Einzelwerte setzen will, sollte sich einmal die Aktien von Adecco, Richemont oder Geberit ansehen. Die Titel weisen im Schlussquartal ebenfalls schöne Kursmuster auf und brachten in den letzten drei Monaten des Jahres über einen langen Zeitraum betrachtet nicht selten Kursgewinne von deutlich über 10 Prozent. Besonders interessant sieht es dabei im Moment bei Geberit sogar auch charttechnisch aus. Die Aktie bildet nach dem Kursverfall im August jetzt einen Boden aus und notiert nur knapp über der starken Unterstützung bei 300 Franken. Von dort konnte der Titel in den letzten zwölf Monaten schon dreimal innert kurzer Zeit mit Kurssteigerungen auch von 20 Prozent durchstarten.

… und Derivate mit attraktivem Hebel

Auch bei den Einzeltiteln lassen sich Gewinne mit einem Call schön steigern: Adecco (ISIN: CH0267748231, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 61.09 Franken, Hebel 5,1), Richemont (ISIN: CH0210966195, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 61.96 Franken, Hebel 4,8). Auf Geberit gibt es kein Produkt in Franken mit Laufzeit zumindest bis zum Jahresende. Anleger greifen hier deshalb zu einem in Euro gehandelten Papier (ISIN: DE000CB7Y5J3, Laufzeit endlos, Basis 250,9976 und Knock-out 262.60 Franken, Hebel 5,3).