Frontiermärkte bieten viele Chancen zum Generieren von Alpha und sind die Heimat eines breiten und vielfältigen Spektrums von Unternehmen. Eher schwach durch Analysten abgedeckt, sind sie für Anleger auf der Suche nach Wachstum zunehmend interessant.

Vielversprechend im Hiblick auf Chancen, jedoch auch naturgemäss mit vielen Risiken verbunden, stehen Frontier-Märkte mitunter auch im Zeichen politischer Instabilität, höherer Volatilität und geringer Liquidität. Vor allem aber sind sie nach wie vor ein attraktives Terrain für Anleger, die in der Lage sind, die richtigen Länder zu erkennen, schwach abgedeckte Sektoren zu finden und Unternehmen mit starken Cashflows zu ermitteln.

Erfolgreich auf Frontiermärkten anlegen

Anzeige

Um ungeachtet der allgemeinen Marktentwicklung Performance zu erzielen, sollten sich Anleger auf folgende Fragen konzentrieren: Weist das Land solide makroökonomische Fundamentaldaten auf, die ein starkes Binnenwachstum und gesunde (oder sich verbessernde) Leistungsbilanzen ermöglichen? Sind die Wirtschaftssektoren schwach durchdrungen und können daher von langfristigen Wachstumsthemen profitieren, die nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung korreliert sind?

Aufmerksame Anleger werden auch in Regionen mit schwachen Wirtschaftsaussichten Nischen für langfristiges Wachstum finden Indizes der Frontier-Märkte enthalten viele Unternehmen, die entweder hoch verschuldet oder unrentabel sind. Empfehlenswert ist daher die Fokussierung auf Geschäftsmodelle mit starken Cashflows und möglichst geringen Schulden – solche Unternehmen finanzieren ihr Wachstum aus eigener Kraft und behaupten sich bei Marktturbulenzen besser.

Politische Turbulenzen

Politische Turbulenzen in Frontier-Märkten führten zu den grössten Veränderungen im Anlageuniversum der Schwellenländer. So etwa in Argentinien, bei dessen letzten Wahlen der Überraschungssieg von Mauricio Macri nicht nur ein willkommenes Ereignis ist, sondern eines von historischer Bedeutung. Der neue Präsident stellte ein hochkarätiges Kabinett zusammen – angesichts der anstehenden Herausforderungen ein gutes Zeichen. Die grösste Herausforderung jedoch ist die Zahlungsbilanz des Landes.

Lohnend könntne auch Investitionen im philippinischen Kapitalmarkt und anderen aufstrebenden Schwellenländer in der Region sein, um von einer einzigartigen Kombination einer beneidenswerten Zahlungsbilanz und einer robusten Binnennachfrage zu profitieren. Etwa über eine Beteiligung an CEMEX Philippines. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zement liegt auf den Philippinen immer noch bei nur 215 kg; in China sind es 1.690 kg und in Südkorea 911 kg. Den philippinischen Zementmarkt kennzeichnen eine oligopolistische Angebotsseite und eine fragmentierte Nachfrageseite, deren Zusammenspiel für relativ hohe Preise sorgt.

* David Park, Fondsmanager für Schwellenländeraktien bei Carmignac Risk Managers.

Abonnieren Sie unseren stocksDIGITAL-Newsletter und erhalten Sie jede Woche die besten Invest-Tipps per E-Mail. Der StocksDIGITAL-Newsletter ist ein kostenloser Informationsdienst der Handelszeitung und wird jeden Freitag versendet: Hier geht es zur Anmeldung.

Anzeige