Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. 97,5 Prozent der Wasserbestände befinden sich in den Weltmeeren. Sie sind salzhaltig und deshalb für den Grossteil der Lebewesen ungeniessbar. Von den verbleibenden 2,5 Prozent Süsswasser sind nur gerade etwa 0,03 Prozent nutzbar, die restlichen 2,47 Prozent sind als Eismasse gebunden. Aktuell verbraucht der Landwirtschaftssektor über zwei Drittel des verfügbaren Frischwassers. Die OECD schätzt, dass bis 2050 weltweit über 50 Prozent mehr Wasser verbraucht wird, wobei insbesondere der Verbrauch für Industrie und Stromerzeugung kräftig ansteigen dürfte. Um in Zukunft grössere Konflikte um das kostbare Nass zu vermeiden, müssen neue Strategien zur Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung entwickelt werden.

In Schwellenländern stellen vor allem Wasserverunreinigungen ein grosses Problem dar. Bis zu 90 Prozent des Abwassers und ein Grossteil der Industrieabfälle werden direkt in umliegende Gewässer geleitet und verseuchen das Grundwasser. Neue Aufbereitungstechnologien wie UV-Licht oder spezielle Filterverfahren könnten massiv zur Säuberung von toxischem Wasser beitragen. In Ländern mit wenig natürlichem Frischwasservorkommen wie den arabischen Staaten wird schon heute ein Grossteil des Wasserbedarfs durch die Entsalzung von Meerwasser sichergestellt.

Schöne Geschäfte mit Abwasserklärung und Müllentsorgung

Im Gegensatz dazu kämpfen die Industrieländer hauptsächlich mit der Leitungsinfrastruktur. Über die Hälfte des Wassers kommt gar nie am Ziel an, weil die Leitungen über Jahrzehnte hinweg nicht erneuert worden sind. Das Abwasserkanalsystem in London beispielsweise ist über 150 Jahre alt. Pro Jahr laufen über 30 Millionen Tonnen verschmutztes Wasser in die Themse.

Anzeige

... Pennon ...

Die gesetzlichen Regulierungen in Grossbritannien bieten Unternehmen im Bereich Abwasserklärung und Müllentsorgung ein grosses Geschäftspotenzial. Ein Beispiel ist Pennon. Das Unternehmen ist im Bereich Wasserversorgung und Abwasserklärung tätig und forscht überdies an der Energieerzeugung aus Abfall. 2014 ist es Pennon vor allen anderen britischen Wasserversorgern gelungen, die Tarifverhandlungen mit der Regulierungsbehörde für den Zeitraum von 2015 bis 2020 erfolgreich abzuschliessen. Pennon bietet Anlegern die Möglichkeit, direkt vom Megatrend Wasser zu profitieren.

... und Veolia

Für Anleger, die auf der Suche nach weiteren internationalen Investitionsmöglichkeiten sind, könnte Veolia Environnement interessant sein. Die weltweit führende Unternehmensgruppe für Umweltdienstleistungen zählt öffentliche Einrichtungen, Industrie und Privatkunden zu ihren Kunden. Dabei macht der Bereich Wasser einen Umsatzanteil von fast 50 Prozent aus. Kosteneinsparungen sollen die operative Marge 2015 um zusätzlich 2,5 Prozentpunkte verbessern. Eine weitere Konjunkturerholung in Europa könnte das Wachstum des Unternehmens zudem unterstützen.

Fabian Dori, Leiter Investment House bei der Notenstein Privatbank