Pünktlich zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte dürfte der Winter in der Schweiz ein Stelldichein geben. Eine Kaltfront aus Norden soll Sturm, Regen und auch Schnee bis in die Täler mitbringen. Wenn beispielsweise das Zürcher «Wienachtsdorf» am Bellevue in das erste Wochenende geht, können sich die Besucher mit einem heissen Glühwein für den Temperatursturz wappnen. Aber nicht nur für die Standbetreiber steht eine wichtige Geschäftsphase an. Auch zahlreiche Grosskonzerne sind in einem besonderen Mass von der Vorweihnachtszeit abhängig.

An der Börse werden daher wohl die Profiteure der Kauflust in den kommenden Wochen in den Fokus rücken. Diesen Umstand macht sich das Derivateteam von Julius Bär zunutze. Die Privatbank lanciert mehrere Produkte mit einem direkten Bezug zum nahenden Fest.

Christmas Shopping bei Julius Bär …

Dazu zählt ein Tracker-Zertifikat (ISIN CH0263889088) auf einen «Christmas Shopping Basket». In diesem Korb sind 15 gleich stark gewichtete Unternehmen enthalten. Mit einem Anteil von zwei Dritteln geben die USA den Ton. In der Tat dürften die Spielzeugartikel von Mattel oder Sportschuhe von Nike auf vielen Gabentischen zu finden sein. Gut zu tun, haben in den kommenden Wochen auch die Logistikdienstleister Fedex und UPS oder das Internetversandhaus Amazon. Ganz zu schweigen von der ebenfalls im Basket enthaltenen Top-Marke Apple: Im vergangenen Jahr hat der Computerriese im Weihnachtsquartal sämtliche Rekorde gebrochen.

Die Schweizer Fahne halten Richemont und Swatch in diesem Shopping-Basket hoch. Beide Unternehmen könnten einen Adventsschub sicher gut gebrauchen. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH rundet die Auswahl zusammen mit der Deutschen Post und dem Online-Modehändler Zalando ab. Positive Meldungen zum Weihnachtsgeschäft könnten den Wert des Baskets während der kurzen Laufzeit von drei Monaten tatsächlich antreiben. Allerdings werden sich die enthaltenen Aktien kaum der allgemeinen Marktstimmung entziehen können. Insofern ist das Investment auch eine Wette darauf, dass die Notenbanken die Börsen bei Laune halten werden.

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… und ein Consumer Basket von UBS

Gleiches gilt für einen von der UBS kurz vor Weihnachten 2014 lancierten «US Consumer Basket». In der ersten Hälfte der Laufzeit machte sich die Kauflaune in der weltweit grössten Volkswirtschaft bezahlt: Das Tracker-Zertifikat (ISIN CH0264512671) notiert um gut 7 Prozent über dem Emissionspreis Zum Vergleich: Der US-Leitindex S&P 500 trat in diesem Zeitraum auf der Stelle. Die Experten der Grossbank haben den Aktienkorb mit 20 Titeln bestückt. Mit Amazon, Walt Disney, Apple, Nike, UPS und Visa sind sechs Unternehmen darin enthalten, die auch im Julius-Bär-Pendant zu finden sind. Hinzu kommt beispielsweise der Kreuzfahrtgigant Royal Caribbean oder die Baumarktkette Home Depot. Das Zertifikat ist nicht an der SIX kotiert. Darum müssen Anleger, die auf das positive Momentum des Sektors setzen möchten, im Direkthandel mit der UBS ordern.

Extra-Weihnachtsgeld für Renditeoptimierer

Eine defensive Alternative zu den vorgestellten Partizipationspapieren stellen Renditeoptimierungsprodukte dar. Auch in dieser Rubrik hat die «Weihnachtsoffensive» von Julius Bär etwas zu bieten. Die Emittentin bietet drei spezielle Multi Barrier Reverse Convertible (BRC) an. Das Besondere: Wenn sich die zugrunde liegenden Aktien bis einen Tag vor Heiligabend stabil entwickeln, zahlt die Privatbank einen Extra-Coupon aus. Die auf Schweizer Franken lautende Variante (ISIN CH0263889104) hat als Basis Logitech, Nestlé und Richemont. Halter des Derivats können fest mit einer halbjährlichen Couponzahlung in der Höhe von 10,3 Prozent p.a. rechnen.

Falls das Aktien-Trio am 23. Dezember geschlossen auf oder über dem Startniveau notiert, schüttet Julius Bär eine Woche später zusätzlich 51.50 Franken (5,15 Prozent) je BRC aus. Der Nominalwert wird in einem Jahr vollständig zurückgezahlt, falls keine Aktie den Risikopuffer von einem Viertel aufzehrt. Im Fall einer Schwellenverletzung hingegen erlischt der bedingte Kapitalschutz. Dann ist der Investor dem vollen Kursrisiko des schwächsten Titels ausgesetzt.

Logitech – Anleger setzen auf den Ausbruch

Die Logitech-Aktie geht mit viel Rückenwind in die Adventszeit. Innert vier Wochen legte der Kurs des Computerzubehörspezialisten um mehr als 13 Prozent zu. Jetzt ist der Mid Cap drauf und dran, nach oben aus einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung auszubrechen. Operativ verspürte das Unternehmen schon vor dem Weihnachtsgeschäft Rückenwind: Im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2016 legten die Umsätze im Retailgeschäft um 12 Prozent zu.

Damit verbuchte Logitech die stärkste Wachstumsrate seit 2010. Mutige Anleger können mit einen Call-Warrant (ISIN CH0299658325) darauf setzen, dass viele Tastaturen, Controller und Lautsprecher verschenkt werden und dass die Aktie den Ausbruch nach oben schaffen wird. Das Vontobel-Papier partizipiert mit einem Hebel von mehr als sechs an steigenden Kursen. Wichtig: Sollte der Basiswert nach unten drehen, droht anstatt der schönen Bescherung ein böses Erwachen.