Logitech: +3,7 Prozent in einer Woche. Dätwyler: +4,5 Prozent in einer Woche. Autoneum: Die Aktie des Autozulieferers verbucht seit Mitte März sogar Kursgewinne von 4,6 Prozent. Im Musterdepot gab es in den letzten Tagen mehrere starke Titel, in Summe zeigt sich das Depot im Vergleich zum SMI bombenfest. Während der Schweizer Leitindex seit der Verschärfung der Krim-Krise vor zwei Wochen 2,5 Prozent verloren hat, kann das vom Researchhaus theScreener.com für stocksDIGITAL automatisiert geführte Musterdepot im selben Zeitraum sogar leicht um 0,2 Prozent zulegen.

Insbesondere beim Top-Performer der letzten Tage, Autoneum, sorgten gute Jahreszahlen für ein grosses Anlegerinteresse. So steigerte der Autozulieferer seinen Umsatz währungsbereinigt um 5,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken und damit weit stärker als der Markt. Da sich der Konzerngewinn trotz der Einmalaufwendungen für Kapazitätsanpassungen in Europa in der Höhe von 38,2 Millionen Franken von 29,6 auf 36,2 Millionen Franken verbesserte, können sich Anleger für 2013 auf die Verdopplung der Dividende freuen. Bei einem Anstieg des Gewinns von 2.61 auf 3.12 Franken je Aktie soll die Ausschüttung von 0.65 auf 1.30 Franken je Anteil erhöht werden.

Autoneum am Widerstand

Da Autoneum mit ihren Produkten zu Lärmschutz und Wärmedämmung besonders vom Boom der Premiumhersteller profitiert, dürfte der Autozulieferer aus Winterthur auch in diesem Jahr stärker wachsen als der Markt. Der Wegfall der Einmalbelastungen sowie die erwartete Verbesserung der Margen in Europa dürften den Gewinn weit überproportional antreiben. Nach dem Kursanstieg der letzten Tage konnte sich die Aktie schon fast aus ihrer Handelsspanne der letzten acht Wochen zwischen 150 und 160 Franken lösen. Ein Ausbruch über die Seitwärtsrange könnte weiteren Kursauftrieb bringen.

Anzeige

Bei Dätwyler kamen die Jahreszahlen zwar schon Ende Februar, doch seit der Präsentation der Daten zeigt sich die Notierung der Industriegruppe in einer freundlichen Verfassung, mit einer Outperformance zum breiten Aktienmarkt von knapp 5 Prozent. Die Aktie ist seit Juni 2013 in einem schönen Aufwärtstrend, kämpft aber seit einigen Wochen mit dem starken Widerstand bei einem Allzeithoch um 138/139 Franken. Möglicherweise bringt die Generalversammlung vom 8. April Neuigkeiten zum Geschäftsgang und wieder Schub in die Notierung.

Starker Turnaround bei Logitech

Auch die Aktie von Logitech bewegt sich seit rund zwei Monaten in einer engen Seitwärtsrange im Bereich von rund 13 und 15 Franken. Dabei konnte der Zulieferer der Computerindustrie erst vor zwei Wochen seine Prognose für 2015 erhöhen. Der Umsatz soll von 2,1 Milliarden Dollar im Fiskaljahr 2014 auf knapp 2,2 Milliarden Dollar im nächsten Jahr steigen. Das operative Ergebnis soll dabei sogar weit überproportional um 16 Prozent von 125 auf 145 Millionen Dollar zulegen und den klaren Turnaround bringen. 2013 stand unter anderem wegen hoher Restrukturierungskosten noch ein operativer Verlust von 252,4 Millionen Dollar in den Büchern. Ende Mai werden die Jahreszahlen für 2013/14 präsentiert. Bestätigt sich der Turnaround, dann sollte die Aktie endlich aus ihrer Trading-Range nach oben ausbrechen.

Anders als Autoneum, Dätwyler oder Logitech zeigte sich die VP Bank zuletzt schwach. Auslöser für die aktuellen Kursverluste war der Rückgang des Gewinns des Geldhauses aus Liechtenstein. Wegen Sondereffekten fiel das Ergebnis der Bank im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 38,7 Millionen Franken. Immerhin verbuchte das Institut einen Anstieg im betreuten Vermögen von 28,5 auf 30,6 Milliarden Franken. Einsparungen in der Organisation und ein angepeiltes Wachstum beim Kundenvermögen von durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr dürften 2014 wieder höhere Gewinne bringen. Immerhin: Die Dividende für 2013 steigt von 2.50 auf 3.50 Franken – ein klares Zeichen von Zuversicht und Stärke. 

 

Lesen Sie hier mehr zu den Selektionskriterien für das Musterdepot.