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Wie Aktionäre vom Schönheitswahn profitieren

Die Nachfrage nach Schönheiseingriffen lässt nicht nach, das merkt auch M1 Kliniken. Pexels

Die internationale Expansion von M1 Kliniken verspricht in den nächsten Jahren Umsatz- und Gewinnschübe. Die Aktie ist jetzt nach oben ausgebrochen.

Von Georg Pröbstl*
am 23.06.2017

Vor einem Jahr in stocksDIGITAL empfohlen und bereits nach vier Monaten brachte die Aktie von M1 Kliniken ein Plus von 40 Prozent. Vom Allzeithoch im Dezember ist der Titel nun aber deutlich abgerutscht. Da wittern Anleger eine gute Gelegenheit zum Einstieg. Denn es gibt gleich zwei Kaufsignale: fundamental und charttechnisch.

M1 Kliniken konzentriert sich auf Schönheits-OPs wie Brustvergrösserung, Fettabsaugung oder Botox-Faltenbehandlung. Das Unternehmen kann im stark fragmentierten Markt in Deutschland mit vielen kleinen Anbietern rasant wachsen. Die Unternehmensgrösse und Spezialisierung bringt Skaleneffekte und die Möglichkeit von vergleichsweise günstigen OP- und Behandlungs-Preisen.

Umsatzverdoppelung und ein Gewinnschub

Ging M1 erst vor rund vier Jahren an den Start, so lag der Umsatz im vergangenen Jahr bereits bei 36 Millionen Euro und das Unternehmen sieht sich inzwischen als Markführer in seiner Nische. Immerhin verfügt der Schönheitskonzern aus Berlin inzwischen über ein Netz von 13 Standorten und eine Klinik, an denen etwa Botox-Behandlungen ambulant und Brust-OPs stationär durchgeführt werden.

Die Expansion der letzten Jahre war erst der Anfang. Gut informierte Kreise gehen davon aus, dass M1 bereits ab Ende 2017 oder Anfang 2018 auch das Ausland – in der Region DACH erschliessen könnte. Bereits in drei Jahren soll es 50 Standorte geben. Die Zahl der Behandlungen könnte dadurch von geschätzt etwa 100'000 in 2017 auf 400'000 steigen. In wenigen Jahren wäre da locker eine Umsatzverdopplung von 45 Millionen Euro auf über 100 Millionen Euro drin, der Gewinn könnte sich auf 1,30 Euro je Aktie verdreifachen.

Auch kurzfristig könnte es nach oben gehen

Betrachtet man die Peer-Group der Kliniken mit KGVs zwischen 15 und 20, teils sogar von 25, könnte die Aktie von M1 Kliniken in drei bis vier Jahren bei 20 Euro und höher stehen. Hat der Titel damit mittelfristig das Potential zum Verdoppler, so besteht auch kurzfristig Phantasie. Das charttechnische Kaufsignal ist nämlich der aktuelle Ausbruch aus dem Abwärtstrend nach oben. Anleger setzen darauf, dass schon bald wieder die Hochs vom Dezember bei 11,90 Euro erreicht werden.

M1 Kliniken AG
ISIN:
DE000A0STSQ8
Gewinn je Aktie 2018e: 0,53 €
KGV 2018e: 17,8
Dividende/Rendite 2016e: 0,30 €/3,2%
EK je Aktie: 2,02 €
EK-Quote: 94,1%
KBV: 4,7
Kurs/Ziel/Stopp: 9,45/14,50/6,40 €

 

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +26,1 Prozent (DAX: +12,7 Prozent), 3 Jahre: +71,5 Prozent (DAX: +22,4 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +301,7 Prozent (Dax: +83,3 Prozent).

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