Ypsomed-Aktien schiessen ab. Nachdem die Aktie des Medizintechnikunternehmens vor einer Woche aus ihrer engen Handelsspanne der Trading-Range seit Januar zwischen 75 und 80 Franken nach oben ausbrechen konnte, entwickelt die Notierung nun eine kräftige Dynamik. Das Wochenplus beträgt rund 10 Prozent. Technisch orientierte Anleger machen nun offensichtlich Jagd auf die wichtige psychologische Marke von 100 Franken. Nach Durchbrechen dieser Hürde wäre das nicht nur der höchste Stand seit sieben Jahren – damit würde auch der Weg frei bis in den Bereich der 2007er-Hochs um 115 Franken – im Chart könnte eine heisse Phase bevorstehen.

Fundamental könnte aber die Präsentation der Jahreszahlen für 2013/14 am 27. Mai positive Überraschungen bringen. So steigerte Ypsomed ihren Umsatz im Halbjahr bereits um rund 10 Prozent und schaffte beim Betriebsergebnis die Verdopplung auf 4,6 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr hatte das Management des Diabetesspezialisten bei Vorlage der Semesterzahlen im November zwar ebenfalls ein Umsatzwachstum von 10 Prozent für das Gesamtjahr angekündigt, aber gleichzeitig auch einen leicht höheren Betriebsgewinn als bisher in Aussicht gestellt. Möglicherweise wird aus dem «leicht höher» nun ein etwas stärkerer Zuwachs. Der Konzern aus Burgdorf, Kanton Bern, ist zwar mit einem KGV, weit im zweistelligen Bereich drin, alles andere als ein Schnäppchen – doch: Der Markt hat immer Recht.

Komax – Spannung bis zur Generalversammlung vom 7. Mai

Positiv präsentierten sich zuletzt auch die beiden Depotwerte Tecan und Komax. Die Aktien des Spezialisten für Laborgeräte und des Technologiekonzerns kletterten in den letzten Tagen jeweils um rund 2 bis 3 Prozent. Während bei Tecan dafür kein fundamentaler Grund aus dem Unternehmen auszumachen ist, spekulieren bei Komax Anleger möglicherweise auf gute Nachrichten zum operativen Geschäft an der Generalversammlung vom 7. Mai. Bei Tecan  fand das Aktionärstreffen bereits vor drei Wochen statt.

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Nach einer Zwischenerholung vor einer Woche gibt Autoneum die jüngsten Kursgewinne wieder weitgehend ab. Wirklich verwert- und bewertbare Impulse für den Aktienkurs des Automobilzulieferers sind wahrscheinlich erst wieder am 23. Juli bei der Präsentation der Halbjahreszahlen zu erwarten. Bis dahin wird die Notierung wohl noch oft nach oben und unten schwanken.

Musterdepot – stabile Outperformance gegenüber dem breiten Markt

Gleiches gilt für Logitech. Auch die Aktie des Zulieferers von Computerzubehör büsste in den letzten Tagen kursmässig ein. Doch auch hier fehlen im Moment nötige Impulse. Diese könnten ebenfalls etwa bis Ende Juli mit der Präsentation der Zahlen zum ersten Quartal geliefert werden. Bis dahin benötigen Anleger Geduld.

Per Saldo halten sich Gewinne und Verluste im Depot annähernd die Waage. Das von thescreener.com für StocksDIGITAL automatisiert geführte Portfolio hielt seit dem Jahresbeginn per Wochenfrist seinen bisherigen Wert ziemlich konstant bei +3,0 Prozent. Das Depot liegt damit im Vergleich zum breiten Schweizer Aktienmarkt mit dem SMI und seinem Plus von 2,8 Prozent seit dem Jahresanfang leicht in Front.