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Swiss-Life-Ergebnis schürt den Dividendenhunger

Swiss Life: Investoren hoffen auf mehr Dividende. Keystone

Der grösste Versicherer der Schweiz hat Zahlen präsentiert. Die Analystengemeinde ist zufrieden mit dem Vorgelegten, Investoren hoffen nun auf mehr Dividende.

Veröffentlicht am 12.11.2015

Die Aktien der Swiss Life sind am Donnerstag nach Vorlage von Quartalszahlen fester in den Handel gestartet. In der Folge bröckelten die Kursgewinne allerdings ab und nun tendieren die Papiere seitwärts. Bis um 10.00 Uhr verlieren die Swiss Life-Papiere knapp 0,1 Prozent, während Branchenkonkurrenten wie Bâloise (-0,2 Prozent) oder Helvetia (-0,3 Prozent) nachgeben und der Gesamtmarkt gemessen am SPI (+0,2 Prozent) leicht zulegt.

Das Geschäftsvolumen ist im dritten Quartal etwas stärker gewachsen als von Analysten erwartet. Positiv wurden allerdings auch die verbesserte Solvenzquote und die damit verbundene Hoffnung auf eine künftig grosszügigere Dividendenpolitik hervorgehoben.

Gute Wachstumsdynamik

Die von Swiss Life im dritten Quartal erzielte Leistung, mit einem in der Berichtswährung Franken stabil gehaltenen Geschäftsvolumen und der Steigerung von 7 Prozent in Lokalwährungen, sei um einen Zacken besser ausgefallen als erwartet, schreibt Stefan Schürmann von der Bank Vontobel. Dabei habe sich zwar im Schweizer Einzellebengeschäft ein sich abschwächender Trend gezeigt, wogegen die Swiss Life im BVG-Geschäft und insbesondere in der französischen Lebensversicherung «gut» wachse.

Auch Georg Marti von der ZKB schreibt von einer weiterhin guten Wachstumsdynamik der Swiss Life im laufenden Jahr, allerdings habe sich die Dynamik im dritten Quartal zum Teil etwas abgeschwächt. Dies gelte vor allem für die Einzellebensversicherung in der Schweiz. Demgegenüber habe das Geschäft mit der beruflichen Vorsorge, das von einer guten Nachfrage nach Vollversicherungslösungen primär aus dem KMU-Segment getrieben werde, auch nach neun Monaten ein anhaltend gutes Wachstum gezeigt.

Bessere Solvenzquote

Mit den Kapitalanlagen liege die Swiss Life derweil nach neun Monaten mit einer nicht annualisierten Nettoanlagerendite von 2,6 Prozent auf Kurs um das Ziel für das laufende Jahr von 3,1-3,3 Prozent erfüllen zu können, meinen sowohl Marti als auch Schürmann.

Vontobel-Analyst Schürmann hebt zudem die Verbesserung der Gruppensolvabilität (Solvency I) um 5 Prozentpunkte auf 257 Prozent per Ende September hervor. Diese sei allerdings in erster Linie dank der Realisierung von Kapitalgewinnen erreicht worden. Um diese Gewinne bereinigt wäre die Solvenzquote mit 197 Prozent nämlich mehr oder weniger im Rahmen des per Ende Juni erreichen Werts gelegen.

Hoffnung auf mehr Dividende

In Händlerkreisen wird die überraschende Steigerung der Gruppensolvabilität dennoch als Lichtblick hervorgehoben. Der solide Zwischenbericht und die Entwicklung der Solvabilität seien Wasser auf die Mühlen jener Marktakteure, welche bei Swiss Life im Hinblick auf den diesjährigen Investorentag vom 25. November auf eine in Zukunft grosszügigere Dividendenpolitik spekulieren würden, hiess es am Markt.

(awp/ise/ama)

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