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Swisscom-Aktien nach Fastweb-Abschreiber nur leicht im Minus

Fastweb: Weniger wert als vor dem Kauf. (Bild: Keystone)

Die Aktien der Swisscom sind nach dem Abschreiber auf die italienische Tochter Fastweb bei Handelsbeginn unter Druck geraten. Schon einige Minuten später allerdings notierten die Papiere besser als de

Veröffentlicht am 14.12.2011

Der Kurs der Swisscom-Papiere ist bei Handelsbeginn in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt zunächst um 1,5 Prozent gefallen, hat sich dann aber wieder aufgerappelt. Um 9.50 Uhr betrug das Minus nur noch 0,2 Prozent. Der Swiss Market Index (SMI) lag derweil um 0,4 Prozent unter dem Stand vom Vorabend.

Am Morgen hatte Swisscom mitgeteilt, dass die italienische Breitbandtochter Fastweb für einen Milliardenabschreiber sorgt und den Gewinn in die Tiefe reisst.

In ersten Analystenkommentaren werden die ausserordentlichen Goodwill-Abschreibungen mehrheitlich als enttäuschend, wenn auch als nicht ganz überraschend beurteilt. Bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hiess es etwa, dass bereits seit Monaten darüber spekuliert worden sei. Überraschend sei eher, dass die Abschreibung in einem Moment geschehe, wo Fastweb sich auf dem Weg der Besserung befinde.

Das Analystenteam der Bank ist aber der Meinung, dass sich die Schwierigkeiten in Italien in der Bewertung von Fastweb widerspiegeln müssen. Durch den hohen Abschreiber von 1,3 Milliarden Euro verbleibe nur noch ein kleiner Teil des Goodwills in den Büchern der Swisscom.

Schrecken ohne Ende droht

Einige Branchenbeobachter hatten zuletzt mit einem strategischen Vorstoss in Form eines Verkaufs von Fastweb oder einer Fusion der italienischen Tochter mit einem lokalen Mitbewerber gerechnet. Der Alleingang von Fastweb zeige, dass kein vernünftiger Käufer oder Fusionspartner gefunden werden konnte, heisst es nun dazu.

Von einzelnen Händlern wird der Alleingang von Fastweb als Niederlage für das Mutterhaus und für dessen Konzernchef Carsten Schloter ausgelegt. Fastweb bleibe wohl auch in Zukunft das Sorgenkind von Swisscom, hiess es. Anstatt ein Ende mit Schrecken drohe dem Unternehmen in Italien nun ein Schrecken ohne Ende.

(laf/tno/awp)

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