Was als leise Mutmassung begonnen hatte, hat sich innert Kürze zur Kakophonie der Marktmeinungen gesteigert: Siemens, so geht das Gerücht, wolle sich von ihrem Hörgerätegeschäft trennen.Und Marktführerin Sonova könnte an diesem interessiert sein.

Die Aktie der in Stäfa beheimateten Hörtechnikherstellerin kam postwendend unter starken Druck und versetzte damit die Investoren in Aufregung. So errechnete das Helvea den Wert der Siemens-Division - 2,8 Mrd Euro - und breitete die Palette der möglichen Käufer aus. Die ZKB-Analysten vermutlich wenig angetan vom Kurssturz eines Titels, den sie zum Kauf empfehlen verwarfen dagegen die Möglichkeit einer Übernahme vehement. Die deutsche Kartellbehörden würde einen solchen Deal stoppen, wie sie es beim Übernahmeversuch von Sonova bei Resound getan hatten.

Dafür spricht auch, dass eine weitere Untersuchung des Bundeskartellamts gegen Sonova gerade erst beendet worden ist. Der Konzern verweist denn auch darauf, dass sich an der «kartellrechtlichen Situation» in Deutschland nichts geändert habe. Nach Kursgewinnen von über 70% im Jahr 2009 dürfte das kurzfristige Potenzial des Titels aber verpufft sein. Neuen Rhythmus könnte erst der 1.-Halbjahres-Bericht vom 10. November bringen.

Anzeige