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Schwellenländer
Technologiewerte entwickeln sich gut

Frau mit Technischen-Brille
Das Technologieuniversum ist enorm und bietet nebst sozialen Netzwerken zahlreiche Untersegmente an. Quelle: Getty Images

Der Technologiesektor weisst hervorragende Zahlen aus, nun gibt es auch interessante Möglichkeiten in Schwellenländern.

Von Jean Médecin*
am 06.03.2018

Technologiewerte weisen auch zu Beginn des Jahres 2018 wieder einmal hervorragende Wertentwicklungen auf. Eine Performance, die sich vor allem auf ihre Fähigkeit stützt, hohe Wachstumszahlen, die deutlich über denen des Markts liegen, zu erzielen.

Ein attraktiver Bereich für Anleger sind Videospiele

Das Technologieuniversum ist vielfältig und bietet neben dem E-Commerce und den sozialen Netzwerken zahlreiche Untersegmente. Einer dieser attraktiven Bereiche, der eine hohe Transparenz in Bezug auf seine Entwicklung bietet und von den Anlegern noch nicht ganz angemessen bewertet ist, ist der Bereich Videospiele. Die vormals eher zyklische Industrie, die hohe Investitionen erforderte, hat ihr Geschäftsmodell grundlegend geändert. Mikrozahlungen für Videospiele im Rahmen von Franchisesystemen mit mehrjähriger Laufzeit sowie der Vertrieb über das Internet haben diesen Sektor revolutioniert und sorgen für gute Ergebnisse. Die Entwicklung des E-Sports (Sportwettkämpfe in Form von Videospielen) bietet echtes gewinnträchtiges Wachstumspotenzial mit einem Publikum, das oftmals deutlich grösser ist als bei klassischen Sportwettkämpfen wie etwa der Tour de France.

In Schwellenländern bieten sich zahlreiche Anlagegelegenheiten

Ausser in den Vereinigten Staaten bieten sich auch in den Schwellenländern zahlreiche Anlagegelegenheiten. In China gibt es mehrere hochkarätige Technologiekonzerne und das Land ist in einigen Segmenten sogar Marktführer, wie etwa dem der künstlichen Intelligenz im Bereich der Videoüberwachung mit dem Unternehmen Hikvision.

Neben dem Aufspüren technologischer Highlights besteht eine der von den Anlegern teilweise unterschätzten Herausforderungen darin, die Bedrohungen zu erfassen, die für die bestehenden Akteure mit den technologischen Umwälzungen verbunden sind. Akteure wie Netflix sind ein typischer Fall eines „Frienemy“, wie die Angelsachsen sagen: Einer Gesellschaft, die gleichzeitig Freund und Feind ist. Noch vor wenigen Jahren war Netflix ein Partner für die grossen Anbieter audiovisueller Inhalte und half diesen beim Vertrieb und bei der Aufwertung ihrer Kataloge. Heute ist Netflix selbst zu einem Produzenten von Inhalten geworden und in der Lage, die kreativen Talente seiner klassischen Partner anzulocken und zusammenzuführen. Entsprechend ist es von immenser Wichtigkeit, den technologischen Wandel vorherzusehen, zu verstehen und einzubeziehen, auch wenn es darum geht, in technologieferne Unternehmen zu investieren.  

*Jean Médecin, Mitglied des Investment Komitees bei Carmignac

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