Die Wall Street hat am Mittwoch freundlich geschlossen. Die Aktienkurse von Energiekonzernen standen angesichts des kräftigen Ölpreis-Rückgangs unter Druck, Technologiefirmen wie die Chiphersteller AMD, Micron und Nvidia legten hingegen zu.

Der Dow-Jones-Index schloss minimal tiefer bei 21'478 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,15 Prozent auf 2432 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent auf 6150 Stellen. Am Dienstag waren die US-Börsen geschlossen geblieben.

Öl verbilligte sich um rund vier Prozent pro Fass. Auslöser dafür waren Berechnungen, wonach die Opec-Länder im Juni mehr Öl als im Mai ausgeführt haben. An der Wall Street gaben die Aktienkurse von Exxon und Chevron je 1,5 Prozent nach.

Um 7,2 Prozent abgesackt

Der Aktienkurs von Tesla sackte um 7,2 Prozent auf 327 Dollar ab. Der Elektroauto-Hersteller hatte am Montag erklärt, sein Absatzziel im ersten Halbjahr nur knapp erreicht zu haben. Am Mittwoch senkte Goldman Sachs ihr Tesla-Kurziel auf 180 Dollar und behielt die Empfehlung «verkaufen» bei.

Aktien von Vantiv verloren 2,4 Prozent. Der US-Zahlungsabwickler kauft für 10 Milliarden Dollar den britischen Rivalen Worldpay. Dessen Papiere sackten um neun Prozent ab, nachdem sie am Dienstag im Zuge von Spekulationen über einen Bieterkampf noch 25 Prozent zugelegt hatten.

Autoteiler-Händler stark unter Druck

Schwer unter Druck standen auch Aktien von Autoteile-Händlern. Grund waren schwache Quartalszahlen des Anbieters O'Reilly. Dessen Aktienkurs brach um 19 Prozent ein und zog auch Advance Auto Parts und Autozone mit nach unten, die elf beziehungsweise 9,6 Prozent nachgaben.

Analyst Seth Basham von Wedbush sagte, die Firmen litten darunter, dass Kunden mit eher geringem Einkommen angesichts steigender Gesundheits,- Wohnungs- und Kreditkosten weniger Geld hätten. Zudem halte sich die Kundengruppe der Einwanderer wegen der Unsicherheit über die Politik von Präsident Donald Trump zurück.

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(sda/cfr)