Interessierte Kunden der DBS Bank können sich für den Vermögenschat der grössten Bank Südostasiens registrieren. Zunächst werden Inhalte wie Anlage- und Research-Berichte bereitgestellt. Ab dem kommenden Jahr sollen Dienstleistungen wie Kauf- oder Verkauforders folgen.

Die Kundenkommunikation über mobile Messaging-Plattformen ist eine Frage, die Banken weltweit beschäftigt. Denn so können Bankmitarbeitende offiziell überwachte Telefon- und E-Mail-Systeme umgehen. Allerdings nicht unumstritten: Ein ehemaliger Banker der US-Investmentbank Jefferies wurde vergangenes Jahr in Grossbritannien wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen per Whatsapp bestraft.

Die DBS werde die Chats zwischen ihren Beratern und Kunden aufzeichnen und archivieren. Zudem erfülle der Service die Compliance-Standards. «Unser Ziel ist es, Bankdienstleistungen anzubieten, die in den Alltag unserer Kunden eingebettet sind, während wir gleichzeitig die Privatsphäre unserer Kunden wahren und unsere strengen Sicherheitsanforderungen einhalten», sagte Tan Su Shan, Leiter des Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung. «Mit dem DBS Wealth Chat können wir jetzt sowohl die Kommunikationsbedürfnisse unserer Kunden als auch die regulatorischen Anforderungen erfüllen.»

Die Bank hat den Vermögenschat in Zusammenarbeit mit dem Startup Finchat entwickelt. Der Chat von DBS wird sowohl über den vor allem in China weit verbreiteten Messenger-Dienst Wechat des chinesischen Internetunternehmen Tencent als auch über Facebooks Dienst angeboten. Wechat hat knapp eine Milliarde Nutzer, während Whatsapp von mehr als 1,5 Milliarden Menschen genutzt wird.

(bloomberg/mlo)