Seit dem Beginn der Kreditkrise ist die Fremdfinanzierungsquote von US-Unternehmen schneller gestiegen als im Boom. Die Bilanzen von Unternehmen, die einst Schulden angehäuft haben, kommen angesichts rückläufiger Gewinne zusehends unter Druck. Besonders besorgniserregend ist das Bild für Unternehmen in Private-Equity-Hand, bei denen der Schuldenabbau an erster Stelle stehen sollte. Als Freescale Semiconductor 2006 privatisiert wurde, lag der Fremdfinanzierungsgrad bei etwas über dem Fünffachen der Gewinne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Nun prognostizieren Analysten, dass der Verschuldungsgrad über das Zehnfache steigt.

Das verspricht nichts Gutes für die Kreditratings. Selbst wenn sich das Schuldenniveau stabilisiert oder in einigen Fällen zurückgeht, richten Ratingagenturen ihre Aufmerksamkeit auf Kennzahlen wie Vermögenshinterlegung und Zinsaufwand. Im 1.Quartal stufte Standard & Poors 523 Unternehmen herab und erhöhte nur bei 38 das Rating - eine Downgrade-Quote von 93%. Das wird es für Firmen erschweren, sich zu attraktiven Sätzen zu refinanzieren. Und für viele wird es hart, einfach bestehen zu bleiben.