Der anhaltende Niedergang der Ölpreise hat die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf eine steile Talfahrt geschickt. Der umfassende Aktienindex Stoxx 600 Asia/Pacific, in dem die 600 grössten börsennotierten Unternehmen der gesamten Region berücksichtigt sind, verlor zuletzt 1,90 Prozent auf 145,91 Punkte.

Der Preis für US-Rohöl ist am Dienstag unter die Marke von 50 Dollar gefallen und kostete damit so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Seit dem vergangenen Sommer sind die Ölpreise um etwa die Hälfte eingebrochen. Experten schliessen ein weiteres Absinken nicht aus. Nach wie vor ist das Angebot auf dem Weltmarkt zu hoch und die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zeigt keine Bereitschaft, mit einer geringeren Fördermenge gegenzusteuern.

Nikkei verliert stark

In Japan fiel der Nikkei 225 um 3,02 Prozent auf 16 883,19 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit fast drei Wochen. Händlern zufolge belastete neben dem Ölpreis auch der steigende Yen, der vor allem Aktien exportorientierter Unternehmen in Mitleidenschaft zog. So verloren die Papiere des Kamera- und Druckerherstellers Canon 2,5 Prozent. Titel des Ölförderers Inpex fielen um 5,8 Prozent, jene des Autobauers Nissan um 4,4 Prozent.

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In China schloss der CSI-300-Index mit den 300 grössten Werten praktisch unverändert bei 3641,06 Punkten. Zu der relativen Stabilität trugen frische Konjunkturdaten bei. So hatte der heimische Dienstleistungssektor im Dezember das stärkste Wachstum seit drei Monaten verzeichnet.

Verluste in Hongkong und Mumbai

Der Hang-Seng-Index in Hongkong büsste 0,99 Prozent auf 23'485,41 Punkte ein. Unter den Einzelwerten gehörten die Öl-Aktien von China Oilfield Services und Sinopec mit Verlusten von nahezu 4 Prozent zu den unattraktivsten Papieren.

Im indischen Mumbai notierte der Sensex-Index zuletzt 1,93 Prozent tiefer bei 27 305,38 Zählern. Der australische Index ASX 200 endete mit einem Minus von 1,57 Prozent bei 5364,80 Punkten.

(sda/me/ama)