Der starke Yen hat die Tokioter Börse zum Wochenausklang ins Minus gezogen. Vor allem Exportwerte sowie Bankentitel gaben nach, nachdem die japanische Währung zum Dollar und zum Euro an Wert gewonnen hatte.

Händlern zufolge hielten sich die Anleger ausserdem zurück wegen des bevorstehenden Arbeitsmarktberichts aus den USA. In China blieben die Börsen auch am Freitag feiertagsbedingt geschlossen. Sie öffnen am Montag wieder.

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Autobauer im Minus

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 2,15 Prozent bei 17'792 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 2,06 Prozent tiefer bei 1444 Zählern. Der MSCI-Index für die Aktienmärkte in der Region ohne Japan tendierte ebenfalls mit rund einem Prozent im Minus.

Zu den Verlierern in Japan gehörten Exporteure wie der Autobauer Toyota und der Elektronikkonzern Panasonic. Die Aktien gaben 2,5 beziehungsweise vier Prozent nach. An Boden verloren auch Bankentitel wie Mitsubishi UFJ Financial mit einem Minus von drei Prozent und Sumitomo Mitsui Financial mit einem Abschlag von 3,5 Prozent.

Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Insgesamt waren die Anleger in Asien vorsichtig, der Handel war eher dünn. «Heute gibt es eine Sache, um die die Gedanken aller kreisen: die US-Arbeitsmarktdaten und die Folgen für die Fed-Zinsentscheidung im September», sagte Analyst Nicholas Teo vom Handels-Plattform-Betreiber CMC Markets in Singapur.

Bei starken Daten könnte sich Optimismus über die globale Wirtschaftsentwicklung ausbreiten und auch die Aktienmärkte beflügeln. Allerdings könnten dann auch die Spekulationen über eine frühe Zinserhöhung wieder neue Nahrung erhalten.

 (sda/mbü)