Die Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenende keine gemeinsame Richtung gefunden. Auf der Tokioter Börse lasteten am Freitag Gewinnmitnahmen und schwache Vorgaben aus den USA.  Auch die laufende Bilanzsaison mit ihren Höhen und Tiefen animierte die Anleger zu Vorsicht, während sich der Nikkei weiter in Sicht der Marke von 20’000 Punkten bewegte.

In China lief der Aktienhandel besser, nachdem die Notenbank an den Finanzmärkten mit einer grosszügigen Kreditvergabe für mehr Liquidität gesorgt hatte.

Börse in Hong Kong schliesst höher

Der Tokioter Leitindex mit seinen 225 führenden Werten schloss 0,4 Prozent tiefer bei 19'883 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans tendierte 0,2 Prozent schwächer. Die Börse in Shanghai notierte 0,7 Prozent fester, während es in Hongkong 0,1 Prozent aufwärtsging.

Die chinesische Notenbank pumpte umgerechnet mehr als 60 Milliarden Euro über Kredite in den Markt, die eine Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten haben. Bei der kurzfristigeren Kreditvergabe hält sich die Zentralbank seit längerem zurück, um Spekulationsblasen zu verhindern. Die jüngste Liquiditätsspritze war am Markt willkommen, wo zuletzt über zu wenig finanzielle Flexibilität geklagt worden war.

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Nissan-Aktie steigt

An der Tokioter Börse stiegen die Aktien von Nissan gegen den Trend um gut drei Prozent. Die Anleger fanden Gefallen an den Plänen des Autobauers, seine Dividende trotz eines drohenden Gewinnrückgangs anzuheben.

Der Euro notierte mit 1,0866 Dollar leicht im Plus. Der Dollar wurde mit 113,76 Yen gehandelt.

(reuters/mbü/ise)