Der dramatische Anstieg der Schweizer Währung zum Euro dürfte sich fortsetzen. Robert Rennie, leitender Währungs- und Rohstoffstratege bei Westpac Banking in Sydney, rechnet angesichts möglicher massiver Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank mit weiteren Euro-Verlusten.

«Zumindest kurzfristig werden wir es mit Schwäche beim Währungspaar Euro/Franken zu tun haben», sagte Rennie in einem Bloomberg-Interview am Freitag. Noch längst seien nicht alle Positionen bereinigt.

HSBC erwartet 95 Rappen je Euro

Der Stratege ist nach einem Bloomberg-Ranking der treffsicherste Prognostiker für das Verhältnis beider Währungen im vergangenen Jahr gewesen. Die langfristige Entwicklung des Franken lasse sich derzeit nicht vorhersagen, so Rennie. Das gelte um so mehr, als die Zusammensetzung quantitativer Massnahmen der EZB noch nicht bekannt sei.

Bankhäuser sind derzeit bemüht, ihre Prognosen anzupassen. HSBC geht nun von 95 Rappen je Euro zum Jahresende aus und hat damit die bisherige Schätzung von 1,20 Franken massiv revidiert. BNP Paribas geht nun von 1,02 Franken nach 1,23 Franken aus.

(bloomberg/ise)