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Türkei will Ratingagenturen disziplinieren

Kundgebung in der Türkei: Seit dem Putschversuch herrscht der Ausnahmezustand. Keystone

Standard & Poor's hat das Rating bereits gesenkt, Moody's denkt über ein Senken des Daumens nach. Die Türkei schiesst sich deshalb auf die Wächter der Bonität ein.

Veröffentlicht am 27.07.2016

In der Türkei nimmt die Regierung nach einer Herunterstufung ihrer Kreditwürdigkeit die Ratingagenturen ins Visier. Es seien Schritte erforderlich, um die Agenturen von «fehlerhaften Entscheidungen» abzuhalten, sagte Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek am Mittwoch in einem auf CNN Turk übertragenen Interview.

Es gebe keinen Grund, die Bonität der Türkei schlechter einzuschätzen. Derzeit befinde sich eine Delegation der Agentur Moody's in der Türkei, sagte Simsek. Ein Treffen sei noch für Mittwoch geplant.

Folge des Putsches

Die Agentur hatte angekündigt, ihr Rating zu überprüfen. Standard & Poor's (S&P) hatte nach dem Putschversuch vom 15. Juli der Türkei eine schlechtere Note gegeben und vor einer weiteren Herabstufung gewarnt.

Der Schritt stiess in der Türkei auf Kritik. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn als politische Entscheidung.

(sda/ise/ama)

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