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Abwertung
Türkische Lira schwächelt weiter

Türkei: Die Lira verliert an Wert. Keystone

Die Zentralbanker der Türkei versuchen den Fall der Lira zu stoppen und die heimischen Banken zu längerfristigen Geschäften zu motivieren. Bislang bleibt die Reaktion der Märkte aber aus.

Veröffentlicht am 31.08.2015

Die geldpolitischen Massnahmen der türkischen Zentralbank haben zu Wochenbeginn kaum Spuren an den Märkten hinterlassen. Die türkische Lira und die Börse in Istanbul notierten kaum verändert. Die Zentralbank hob am Samstag den Mindestreservesatz für kurzfristige Währungsanleihen an. Zudem erhöhte sie die Höchstgrenze, bis zu der die Finanzhäuser Devisengeschäfte mit der Notenbank machen können. Auf diese Weise wollen die Währungshüter die heimischen Geldhäuser zu längerfristigen Geschäften motivieren und für mehr Liquidität im Devisenhandel sorgen, um die Lira nach ihrer jüngsten Talfahrt zu stabilisieren.

Die türkische Lira war zum Dollar in den vergangenen Monaten von einem Rekordtief zum nächsten gefallen. Seit Jahresbeginn hat sie 25 Prozent an Wert verloren. Am Montag notierte der Dollar bei 2,9170 Lira. Die geldpolitischen Massnahmen könnten den Abwertungstrend vielleicht nicht umkehren, aber zumindest Schlimmeres verhindern, sagte ein Händler. Dies dürfte auch das Ziel der Zentralbank sein.

China drückt

Wie die Währungen anderer Schwellenländer steht die Lira unter dem Druck der Konjunktursorgen um China und der Aussicht auf eine Zinserhöhung in den USA. Zudem belasten hausgemachte Probleme wie der wieder voll aufgebrochene Konflikt mit der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und die seit Monaten andauernde innenpolitische Krise die Märkte. Die türkische Börse, die seit Jahresanfang um fast 13 Prozent eingebrochen ist, notierte am Montag leicht höher.

(reuters/chb)

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