Beim privaten Vorsorgesparen im Rahmen der Säule 3a sind die Renditen in den letzten Jahren deutlich abgerutscht. Laut der UBS werfen die entsprechenden Anlagen heute im Schnitt 0,25 Prozent ab. Die Grossbank rät deshalb, besonders bei einem langen Anlagehorizont einen Grossteil in Aktien zu investieren.

Die 18- bis 49-Jährigen sollten ihre laufenden Ersparnisse für das Alter zu 95 Prozent in diversifizierte Aktien und 5 Prozent in Liquidität anlegen, hiess es im Bericht «Vorsorge House View», den die UBS am Freitag veröffentlichte. Die Berechnungen sind so ausgestaltet, dass mit mindestens 85-prozentiger-Wahrscheinlichkeit kein Verlust erwartet wird. Für ein geringeres Risiko empfiehlt die UBS 75 Prozent Aktien, 15 Prozent in Anleihen und 10 Prozent in Immobilien anzulegen.

Auch in höherem Alter noch 50 Prozent Aktien

Ab 50 Jahren verkleinert sich der Anlagehorizont. Bei einem Horizont bis 65 Jahre raten die Studienautoren dazu, die laufenden Sparbeiträge für das Alter zu 50 Prozent in diversifizierten Aktien anzulegen, zu 40 Prozent in Anleihen und zu 10 Prozent in Immobilien. Bleiben die Ersparnisse aber über das Rentenalter hinaus angelegt, beispielsweise bis 75 Jahre, dann empfiehlt die UBS dieselbe Strategie wie bei den jüngeren Altersgruppen.

Für 57- bis 65-Jährige sieht die UBS ein Zinskonto unter Risikogesichtspunkten als erste Wahl. Bei einer Verlängerung des Anlagehorizonts dagegen könnten die Gelder zu 50 Prozent in Aktien, zu 40 Prozent in Anleihen und zu 10 Prozent in Immobilien angelegt werden.

Die altersspezifischen Anlageempfehlungen gelten sowohl für Sparbeiträge, die während der jeweiligen Altersspanne einbezahlt werden, als auch für bereits vorhandene Vorsorgeersparnisse. Die UBS betont, dass die investierten Vorsorgevermögen bis zum Ende der Sparperiode in der ursprünglichen Portfoliostruktur beibehalten würden. Später hinzukommende Sparbeiträge folgten jeweils der neuen altersspezifischen Empfehlung.

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(sda/gku)