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Künstliche Intelligenz
UBS testet digitalen Vermögensverwalter

Avatar: Digitales Abbild eines Bank-Ökonomen beantwortet Fragen zur Weltwirtschaft.

Bei der Vermögensverwaltung werden die Bankberater künftig von digitalen Assistenten unterstützt. Der Chefökonom beantwortet Fragen als Avatar.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Die Schweizer Grossbank testet den Einsatz von digitalen Assistenten in der Vermögensverwaltung. Bei Kundengesprächen können die Bankberater etwa Börsenkurse oder das Kreditkarten-Angebot der Bank abfragen, der digitale Helfer liest die Antwort vor und präsentiert sie auf einem Bildschirm. Die Kreditkarte kann dann auch gleich bestellt werden, erläuterte die UBS am Dienstag auf einem Medienalass.

Ein zweiter sogenannter Avatar, ein digitales Abbild eines bekannten Ökonomen der Bank, beantwortet Fragen zur Entwicklung der Weltwirtschaft.

Mit dem Versuch, an dem unter anderen auch der US-Technologiekonzern IBM mitarbeitet, will die UBS herausfinden, ob und wie digitale Assistenten bei der Beratung von vermögenden Privatkunden eingesetzt werden können. Möglicherweise könnten die Assistenten Laptops und Tablets in Beratungsgesprächen ersetzen, weil das Abrufen von Informationen per Stimme schneller sei als das Tippen auf einer Computer-Tastatur, sagte UBS-Manager Anton Simonet.

An dem Test sollen 100 UBS-Kunden in der Schweiz teilnehmen, im vierten Quartal will das Institut Bilanz ziehen. Ob das Angebot in Zukunft breit eingesetzt werde, sei noch nicht entschieden. Falls die Bank das Projekt vorantreibt, könnten in einem nächsten Schritt individuellen Kundendepots etwa mit Anlageempfehlungen der Bank verknüpft werden.

(sda/mlo)

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