Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach zwei schwachen Tagen wieder deutlich zugelegt. Nach oben gezogen wurden die Indizes nicht zuletzt von starken Kursgewinnen der Grossbank UBS und des Pharmakonzerns Novartis. Beide Unternehmen konnten mit ihren Quartalszahlen überzeugen. Auch mehrere Unternehmen aus dem breiten Markt legten positive Ergebnisse für das dritte Quartal vor. Die Unternehmensergebnisse lieferten derzeit verstärkt positive Impulse für die Aktienmärkte, sagte ein Händler. Eine Mehrheit der Unternehmen habe in der Berichtssaison die Erwartungen übertreffen können.

Der Swiss Market Index (SMI) legte bis Börsenschluss um 1,29 Prozent auf 8630,41 Punkte zu. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewann 1,24 Prozent auf 8494,66 Zähler. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 28 im Plus und nur zwei im Minus. Einen starken Kursanstieg erlebten die UBS-Titel (plus 5,8 Prozent). Die UBS hatte am Dienstagmorgen ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die Grossbank musste zwar erneut hohe Rückstellungen für Rechtsfälle tätigen, Analysten sprachen aber von sehr starken bereinigten Ergebnissen. Insbesondere das für die Grossbank im Fokus stehende Wealth Management habe die Erwartungen übertroffen, hiess es.

Julius Bär legt um 2,6 Prozent zu

Ebenfalls stark entwickelte sich der Aktienkurs der Vermögensverwalterin Julius Bär (plus 2,6 Prozent), während die Titel der UBS-Konkurrentin Credit Suisse (plus 0,9 Prozent) etwas hinter dem Marktdurchschnitt zurückblieben. Positiv aufgenommen wurden auch die Quartalsergebnisse des Pharmakonzerns Novartis (+1,8 Prozent). Sowohl die Umsatzzahlen als auch die Kerngewinnzahlen fielen über den Prognosen aus. Vor dem Hintergrund, dass sich Novartis im Moment in einer Übergangsphase befinde, seien die Resultate "extrem überzeugend", lobte ein Analyst. Die Titel des Novartis-Konkurrenten Roche (+0,6 Prozent) entwickelten sich dagegen verhalten.

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Einzige Verlierer bei den Bluechips waren die Uhrenwerte Swatch (-0,7 Prozent) und Richemont (-0,4 Prozent). Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Gewinnschätzungen und die Kursziele für Swatch in einer Studie zum Luxusgütersektor nach unten korrigiert. Die Uhrenwerte seien von der unruhigen Lage in Hongkong branchenweit wohl am stärksten betroffen, so die Experten. Für Richemont senkte das Citigroup-Research sein Kursziel, behielt die Kaufempfehlung aber ebenfalls bei.

OC Oerlikon überrascht positiv

Am breiten Markt schlossen die Titel des Industriekonzerns OC Oerlikon nach der Vorlage der Quartalszahlen um 3,9 Prozent im Plus. Die Gruppe konnte vor allem mit dem Gewinn die Erwartungen der Experten übertreffen. Noch stärker zulegen konnten die Titel des Autozulieferers Feintool (+5,8 Prozent) nach der Bekanntgabe eines deutlichen Anstiegs von Umsatz und Auftragseingang im dritten Quartal.

(sda/moh/gku)