Die Julius Bär-Aktien ziehen am Freitagmorgen ohne konkrete Neuigkeiten zur Vermögensverwalterin stark an. Am Markt wird vor allem auf diverse Übernahmespekulationen verwiesen: Diese würden derzeit branchenweit kursieren, sagte ein Händler am Schweizer Markt.

Gegen 11.10 Uhr stehen Julius Bär noch 3,8 Prozent im Plus bei 50,75 Franken, nachdem sie zuvor bis auf 51,20 Franken gestiegen waren. Die Volumen sind mit bisher 457'000 gehandelten Titel hoch - das durchschnittliche Tagesvolumen liegt bei knapp 580'000 Titeln. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert gleichzeitig 1,4 Prozent höher.

Spekulation um Grossbank Intesa Sanpaolo

Ein weiterer Händler verwies auf Aussagen des CEO der italienischen Grossbank Intesa Sanpaolo, Carlo Messina, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Mittwoch. Dieser hatte darin Interesse am Kauf einer international tätigen Privatbank geäussert. Intesa Sanpaolo hatte Anfang Woche eine Gewinnverdoppelung für das erste Quartal 2015 mitgeteilt.

Im April war am Markt bereits über eine Übernahme von Julius Bär durch die Credit Suisse (CS) spekuliert worden, dies im Zusammenhang mit dem Wechsel an der CS-Spitze. CEO Boris Collardi hatte die Gerüchte daraufhin allerdings in einem Medieninterview dementiert.

Kursziel erhöht

Die Vermögensverwalterin legt am kommenden Dienstag zudem ihren Zwischenbericht für die ersten vier Monate des Jahres vor. Die Analysten von Morgan Stanley haben im Hinblick darauf ihre Prognosen überarbeitet und am Freitag das Kursziel für die Titel auf 48 von zuvor 44 Franken erhöht - sie bleiben allerdings entsprechend beim Rating «Equal-Weight».

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(awp/dbe/hon)