In die gebeutelten Aktienkurse der beiden Basler Chemieunternehmen Ciba und Clariant scheint Bewegung zu kommen. Gerade die Titel von Ciba starten seit wenigen Tagen durch: Allein seit Ende August hat Ciba an der Börse mehr als 40% zugelegt. Beiden Titeln hilft, dass die Rohstoffpreise billiger geworden sind.

Darüber hinaus machten wieder einmal Übernahmegerüchte die Runde. Als möglicher Bieter für das angeschlagene Basler Unternehmen wurde erst der saudische Chemiekonzern Sabic gehandelt. Der unfreiwillige Abgang von Jan Secher als CEO von Clariant gab aber auch der alten Spekulation Auftrieb, Ciba könnte demnächst doch mit Clariant zusammengehen. Geholfen hat dem Ciba-Papier auch die per Bloomberg am Montag verbreitete Forderung von Grossinvestor Adriano Agosti nach einem Rücktritt von Armin Meyer als Verwaltungsratspräsident. Er wird für die Fehler der vergangenen Jahre verantwortlich gemacht. Agosti hält über seine GoldenPeaks Capital Partners AG aktuell 1% an Ciba. Derzeit sorgt jede Meldung zu einer möglichen Veränderung bei diesen Chemietiteln für Kurssprünge. Ähnliche Hoffnungen wurden in der Vergangenheit allerdings enttäuscht. Die Risiken dieser Titel sind deshalb weiter als hoch einzustufen.