Einige grosse chinesische Unternehmen waren bereits 2007 gezwungen, ihren Börsengang (IPO) zu verschieben, da sie zuerst Umweltschutzvorschriften erfüllen mussten. Nun überprüft die State Environmental Protection Administration (Sepa) die Umweltverträglichkeit von Unternehmen noch genauer, bevor die Regierung die Erlaubnis zu einem heimischen Börsengang erteilt.

Zehn inländische IPO – darunter der von China Coal Energy, Chinas zweitgrösstem Kohleproduzenten – mussten zurückgestellt werden, nachdem die Regierung begonnen hatte, die Geschäfte nach Umweltaspekten zu prüfen, so die Sepa. Obwohl die meisten mittlerweile grünes Licht erhalten haben, ringen zwei Unternehmen, darunter die Zijin Mining Group, immer noch um die behördliche Anerkennung.

Auswirkung auf Börsendebüt

Die Umweltprüfung kam ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Chinas Aktienmarkt nach zwei Bullenjahren einen Höchststand verzeichnete. Die bereits in Hongkong gelistete China Coal Energy wollte im Juli 2007 an Schanghais Börse. Beim IPO im Januar 2008 sammelte sie zwar 3,6 Mrd Dollar ein – aber die Aktien stiegen am ersten Handelstag nur um 32%. Coal Energy war damit eines der schlechtesten Börsendebüts seit einem Jahr.

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