Und noch einmal ist der Zuger Vermögensverwalter für eine Überraschung gut: Nachdem Partners Group die Höhe der verwalteten Vermögen für das 1. Halbjahr 2010 schon letzten Juli bekannt gegeben hatte, schnellte der Titel jetzt nach Bekanntgabe des ganzen Zahlenkranzes nochmals um 6% hoch. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn 12% im Plus und lässt sowohl den Markt als auch die meisten Konkurrenten hinter sich.

Neues Flagschiff startet 2011

Mit ihren Zukäufen hatten die Anleger richtig geraten: Dank einer Umsatzzunahme von 21% in Franken und 85% mehr Gewinn (156,6 Mio Fr.) haben die Partner den Verlust der Vorjahresperiode vergessen gemacht. «Das ist ein Resultat, mit dem wir zufrieden sein können», sagt Executive Chairman Alfred Gantner dazu im Gespräch. Trotzdem übte sich das Management nach dem Rekordergebnis in Understatement. Für das 2. Halbjahr geht Gantner nicht davon aus, dass sich die performanceabhängigen Einnahmen weiter erhöhen werden. Ebenso wenig wurde eine Zielsetzung für die verwalteten Vermögen 2011 bekannt gegeben. «Wir rechnen weiter mit einem bescheidenen Wirtschaftswachstum», blickt Gantner nach vorn.

Die Strategie von Partners Group sei aber darauf ausgelegt, in diesem Umfeld stabile Erträge abzuliefern und für Kunden weitere attraktive Investitionen zu tätigen. So ist Gantner zuversichtlich, bereits 2011 eine neue Auflage des Flagschiffprodukts Partners Group Secondary Programm zu lancieren. Trotzdem verbleiben Risiken. Die Partner haben während der Krise im Privatmarktbereich und gerade auch bei Immobilien und Krediten zu Schnäppchenpreisen Assets von Marktteilnehmern gekauft, die in Schwierigkeiten geraten waren. Jetzt muss sich zeigen, wie gut sich diese Investments entwickeln. Da über 60% der Kundengelder aus dem Euro-Raum stammen, drücken zudem auch Währungseffekte.

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Diese Entwicklung kontern die Zuger jedoch mit einem immer stärkeren globalen Auftritt und einer Diversifikation der Anlagen, was ihnen eine einzigartige Position am Markt - und damit höhere Margen - verschaffen soll. Das soll auch der Aktienkurs spüren, verspricht Gantner: «Schliesslich ist dies ja ein Wachstumstitel.»