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Dämpfer
Ungewissheiten belasten Wall-Street-Auftrieb

Wall Street
Wall Street: Dämpfer nach Rekordserie. KeystoneQuelle: Keystone

Die US-Börsen sind leicht schwächer in die Woche gestartet. Die Rekordserie wird belastet von zahlreichen offenen Fragen – Fed-Nachfolge und Zinsentscheid sind nur zwei davon.

Veröffentlicht am 31.10.2017

Die US-Börsen sind am Montag mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. «Die politische Situation rückt wieder in den Fokus. Und das könnte den Markt davon abhalten, weiter zu steigen», sagte Ökonom Peter Cardillo vom Handelshaus First Standard Financial.

So hat sich in der Affäre um eine mutmassliche Einflussnahme Russlands auf den US-Wahlkampf der frühere Wahlkampfmanager von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, dem FBI gestellt. Er ist wegen Geldwäscherei und Verschwörung gegen die USA angeklagt.

Warten auf Zinsentscheid

Belastend wirkte sich auch ein Medienbericht aus, wonach das Repräsentantenhaus darüber nachdenkt, die Unternehmenssteuer ab 2018 in kleinen Schritten bis 2022 zu senken. Trump will den Steuersatz so schnell wie möglich von derzeit 35 auf 20 Prozent verringern.

Ausserdem wird erwartet, dass Trump in Kürze einen Nachfolger für die Chefin der amerikanischen Notenbank Fed ernennt. Insidern zufolge neigt der Republikaner dazu, Fed-Direktor Jerome Powell zu befördern. Er stünde für Kontinuität. Anleger warten zudem mit Spannung auf den Zinsentscheid der Fed am Mittwochabend.

Plus bei Apple-Aktie

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 0,4 Prozent tiefer auf 23'348 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2572 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei rund 6699 Punkten.

Bei den Einzelwerten werden in dieser Woche Quartalszahlen von Apple und Facebook erwartet. Apple-Aktien legten um 2,3 Prozent zu. Anleger setzten im Vorfeld der Bilanz auf hohe Verkaufszahlen des neuen iPhones. Schon am Freitag hatten Apple-Aktien über 3,6 Prozent gewonnen, nachdem eine Sprecherin des Technologiekonzerns Reuters gesagt hatte, dass die Vorbestellungen für das iPhone X «durch die Decke» gingen.

Milliardenübernahme im Blick

Papiere des Autobauers General Motors gaben nach einer Herabstufung durch Goldman Sachs knapp drei Prozent nach. Abgestraft wurden auch die Anteilsscheine von AMD, die gut acht Prozent einbrachen. Morgan Stanley hatte zuvor die Aktie auf «underweight» von zuvor «equalweight» gesetzt.

Im Blick hatten Anleger auch die sechs Milliarden Dollar schwere Übernahme des Hausbauers CalAtlantic durch den Rivalen Lennar. CalAtlantic-Aktien schossen um 21 Prozent in die Höhe. Lennar-Papiere gaben dagegen rund vier Prozent nach.

Mögliche Fusion

Auf dem falschen Fuss erwischte die Börsianer ein Zeitungsbericht, wonach eine mögliche Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem US-Mobilfunker Sprint vom Tisch ist. Der japanische Sprint-Grossaktionär SoftBank werde der Deutschen Telekom vorschlagen, die Verhandlungen abzubrechen, berichtete das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei. Grund sei Uneinigkeit über die künftigen Eigentumsverhältnisse.

Ein Insider sagte indes Reuters, T-Mobile US wolle weiter verhandeln. Aktien von T-Mobile US gaben gleichwohl 5,3 Prozent nach, Sprint-Aktien verloren 9,3 Prozent.

(sda/me)

 

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