Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch nach einem wechselhaften Verlauf klar tiefer geschlossen. Nach einer bereits schwachen Eröffnung erholte sich der Leitindex SMI bis zum Mittag etwas, gestützt durch einen besser als erwarteten Einkaufsmanagerindex in der Eurozone.

Im Verlauf des Nachmittagshandels wurden die Verluste dann nochmals deutlich ausgebaut, ausgelöst von einer schwach tendierenden US-Börse. Schwache Konjunkturdaten schürten Befürchtungen, wonach die US-Wirtschaft nicht robust genug sein könnte, um eine mögliche Erhöhung des Leitzinses durch die Notenbank Fed verkraften zu können, hiess es von Händlerseite.

29 von 30 Aktien haben im Minus geschlossen

Der Swiss Market Index (SMI) verlor 1,5 Prozent auf 8888,92 Punkte, das Tagestief lag bei rund 8859 Zählern. Der marktbreite Swiss Performance Index (SPI) sank um 1,41 Prozent auf 9046,05 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 29 im Minus, lediglich Bâloise verzeichnete am Ende einen Kurszuwachs.

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Nach der Publikation des Quartalergebnis standen Swisscom-Aktien (-1,0 Prozent) im Fokus der Anleger. Das Telekom-Unternehmen hatte zwar mit dem Ergebnis die Erwartungen grösstenteils übertroffen und die finanziellen Zielsetzungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Nach den jüngsten Kursavancen wurden am Berichtstag aber Gewinnmitnahmen realisiert.

Novartis und Nestlé mit Einbussen

Auf den SMI drückten indessen vor allem die Einbussen bei den Index-Schwergewichten, nachdem bereits am Vortag Abgaben eingesetzt hatten. So verloren die Titel des Pharmakonzerns Novartis und des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé jeweils 1,5 Prozent an Wert, während Papiere des Pharmakonzerns Roche gar 1,7 Prozent einbüssten.

Die grössten Kurseinbussen unter den wichtigsten Titeln verzeichneten derweil Aktien des Chemiekonzerns Lonza (-3,7 Prozent); die Titel gewannen dieses Jahr bis am Vorabend 19 Prozent und litten nun unter Gewinnmitnahmen.

(sda/me)