Die US-Börsen haben am Donnerstag enttäuscht auf das hunderte Milliarden Dollar schwere Jobprogramm des US-Präsidenten reagiert. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte der Rücktritt des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark.

Im frühen Handel fiel der Leitindex Dow Jones Industrial um 1,55 Prozent auf 11'120,83 Punkte und weitete damit seine Vortagsverluste aus. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 1,33 Prozent nach auf 1170,16 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index um 1,05 Prozent auf 2502,48 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 0,98 Prozent auf 2192,53 Punkte ein.

Präsident Barack Obama sucht mit einem Kraftakt den Weg aus der Krise und will mit einem 450 Milliarden Dollar  schweren Konjunkturprogramm der US-Wirtschaft Schwung verleihen. Das Volumen liegt damit sogar noch über den Erwartungen. Das Problem sei aber der Vertrauensverlust in die Politik, bei gleichzeitiger Abhängigkeit von ihr in der Problemlösung, sagten Marktteilnehmer. 



Den Rücktritt des EZB-Chefökonom nannte ein Börsianer einen «weiteren Schlag für die Glaubwürdigkeit der EZB, der den Graben zwischen Deutschland und den übrigen Mitgliedern wahrscheinlich vertiefen wird».

(rcv/awp)