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US-Zinserhöhung: SMI fällt auf Jahrestief

SIX
Börse in Zürich: US-Zinspolitik sorgt für Nervosität.Quelle: © KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Die Schweizer Börse ist am Freitag auf ein neues Jahrestief gefallen. Hintergrund ist die US-Zinspolitik, die für viel Nervosität sorgt.

Veröffentlicht am 21.12.2018

Die Schweizer Börse sackt immer weiter ab: Am letzten Handelstag vor Weihnachten ist der Leitindex SMI auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Schuld ist die Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank.

Die Enttäuschung darüber, dass die US-Notenbank trotz aller Warnsignale und zahlreichen Risiken die Zinsen weiterhin anheben will, halte an, kommentierte ein Analyst. Auch die Nervosität sei gross. Anleger seien nach diesem schwachen Börsenjahr vor den Feiertagen noch risikoscheuer als sonst.

Drohender Regierungsstillstand

In den USA sorgt die Politik wieder für Schlagzeilen. So zeigte sich US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen einen drohenden Regierungsstillstand hart: Er werde kein Finanzierungsgesetz unterzeichnen, wenn es nicht die «perfekte Grenzsicherung» beinhalte. Dabei geht es um eine Grenzmauer zu Mexiko.

Zudem hat US-Verteidigungsminister James Mattis die Nase von Präsident Donald Trump voll und ist zurückgetreten. Der Trump'sche Rückzugsbefehl aus Syrien hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Mit der aufkommenden Unruhe im Weissen Haus wegen eines drohenden Regierungsstillstands gesellt sich ein weiterer Risikofaktor zu den altbekannten politischen Krisen wie dem Brexit und dem Handelsstreit der USA mit China.

Hexensabbat am Freitag

Am Freitag müssen Anleger zudem noch einmal mit grösseren Schwankungen rechnen, denn es ist Hexensabbat. An den Terminbörsen laufen an diesem Tag Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus.

In den ersten beiden Handelsstunden verlor der Swiss Market Index (SMI) 0,7 Prozent auf 8'358 Punkte. Damit ist er unter das bisherige Jahrestief von 8'373 Punkten im Juni gefallen. Die Schwergewichte Novartis (-1,4 Prozent), Roche (-0,9 Prozent) und Nestlé (-0,8 Prozent) belasten den Index besonders stark. Für einmal standen die Swisscom-Aktien bei den Verlierern an der Spitze (-1,8 Prozent).

Deutlich besser hielten sich dagegen die Banken, die am Vortag massiv gerupft worden waren. So legte die Credit Suisse-Aktie um 0,2 Prozent zu, während Julius Bär gar 0,6 Prozent höher notierte. Die UBS-Aktie lag nur hauchdünn im Minus.

Die Schweizer Börse befindet sich allerdings in guter Gesellschaft: Europaweit sind die Börsen unter Druck. So tauchte der deutsche DAX um 0,7 Prozent, die Pariser Börse gar um 1,1 Prozent.

(sda/gku)

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