1. Home
  2. Invest
  3. USA: Nur magerer Gewinn mit AIG-Aktienverkauf

USA: Nur magerer Gewinn mit AIG-Aktienverkauf

Die AIG-Rettungsaktion war die grösste der FInanzkrise. (Bild: Keystone)

Die US-Regierung hat Teile ihrer AIG-Aktien wieder verkauft. Der Erlös enttäuschte allerdings. Am Markt hatte man mit weit mehr Gewinn gerechnet.

Veröffentlicht am 25.05.2011

Die USA haben Teile ihrer Aktien des US-Versicherers American International Group (AIG) verkauft. Der Gewinn fiel dabei allerdings nur bescheiden aus: Die US-Regierung gab 200 Millionen Anteilsscheine zum Preis von 29 US-Dollar je Aktie ab, wie das Finanzministerium mitteilte. Das bedeutet einen leichten Abschlag zum Tagesschluss vom Dienstag - und nur geringfügig mehr als der "Breakeven"-Preis von 28,73 Dollar. Das ist der Preis, den die Regierung mindestens einnehmen musste, um die Rettungsaktion im Rahmen der Finanzkrise ohne Verluste abzuschliessen.

Auch AIG selbst gab 100 Millionen Aktien ab. Der Gesamterlös betrug 8,7 Milliarden Dollar, deutlich weniger als man in Bankenkreisen erwartet hatte. Dort waren Experten von 10 bis 20 Milliarden Dollar ausgegangen.

AIG musste vom Staat mit 182 Milliarden Dollar gerettet werden. Damit war die AIG-Rettung die grösste der Finanzkrise. Zuvor hatte der Versicherer sich auf dem überhitzten US-Häusermarkt verspekuliert. Der Staat bleibt nach dem Verkauf grösster AIG-Aktionär: Die US-Regierung hält weiterhin 77 Prozent der Aktien, nach zuvor 92 Prozent.

(laf/awp)

Aktienkurs AIG

Anzeige