Die starken Schwankungen an den Finanzmärkten haben bei den Trendfolgern, also der Gruppe von Investmentfonds, die ihr Trading an Computermodellen orientieren, Chaos und Verwüstung hinterlassen. Die unerwartete Regierungsunterstützung für den Anleihenmarkt, ein abrupter Turnaround bei Aktien Mitte März und stark schwankende Rohstoffe haben die Trendfolger ins Mark getroffen. Innerhalb weniger Monate haben manche fast den gesamten Gewinn des Vorjahres wieder verloren.

Im vergangenen Jahr haben die Investmentfonds, die mithilfe von Computermodellen Markttrends aufspüren, die sogenannten Managed Futures, nach Angaben des Datendiensts Barclay Hedge durchschnittlich 14,1% gewonnen. Im 1. Quartal dieses Jahres verloren sie 1,6%. Das ist ein deutlicher Turnaround, auch wenn sie damit im Vergleich zur restlichen Hedge-Fonds-Branche (minus 21,6% im Vorjahr) noch glänzend da- stehen.

Keine Strategie für jeden Markt

Im 1. Quartal dieses Jahres hat die Gruppe der Hedge-Fonds aber durchschnittlich um 0,6% zugelegt. «Das zeigt deutlich, dass es keine Strategie gibt, die in je- dem Markt funktioniert», sagt Sol Waksman, Präsident von Barclay Hedge.

Doch noch ist es zu früh, das Jahr 2009 bei den computerbasierten Fonds endgültig abzuschreiben. «Entscheidend ist, wo sie am Jahresende stehen», sagt Michael Covel, Autor des Buchs «Trendfolge: So machen Sie Millionen in Auf- oder Abschwüngen». Seit 1980 waren Trendfolger nach Angaben von Barclay nur in den Jahren 1992, 1994 und 1999 im Minus.

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