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Vorbörse: USA und Griechenland belasten

Die Schweizer Börse dürfte deutlich tiefer eröffnen, nachdem am Donnerstag der hiesige Handelsplatz feiertagsbedingt geschlossen blieb. Denn wo an Auffahrt gehandelt wurde, wurde überwiegend verkauft.

Veröffentlicht am 03.06.2011

Neben wenig überzeugenden US-Konjunkturdaten lastet vor allem die neuerliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands auf dem Markt, nachdem Moody's die Bonität Griechenlands auf Ramschniveau herabgestuft hat. Die Nachrichtenlage aus der Schweiz präsentiert sich dürftig, da weder Unternehmenszahlen noch Konjunkturdaten auf der Agenda stehen. Am Nachmittag könnten Konjunkturdaten aus den USA für Bewegung sorgen, es stehen sowohl die mit Spannung erwarteten Arbeitslosenzahlen als auch der ISM-Index für den Mai zur Publikation an.

Bis um 08.25 Uhr steht der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 1,33 Prozent tiefer auf 6409,96 Punkte.

Vorbörslich am tiefsten stehen die Papiere von Swatch, welche 2,6 Prozent verlieren. Die Titel werden jedoch ex-Dividende von 1,00 Franken für die im SMI gelisteten Inhaberaktien und ex-Dividende von 5,00 Franken für die Namenaktien gehandelt. Aber auch die Valoren von Luxusgüterkonzern Richemont stehen mit minus 1,4 Prozent unter Abgabedruck.

Mit deutlichen Abschlägen präsentieren sich vor Handelseröffnung Finanztitel, belastet hauptsächlich durch die nicht enden wollende Misere um die griechische Bonität. So notieren UBS, Julius Bär, Credit Suisse und ZFS alle über 1,5 Prozent unter den Schlusskursen vom Mittwoch.

Ebenfalls auffällig tiefe Indikationen liegen für zyklische Titel vor, so geben Transocean (-2,2 Prozent), Holcim (-1,6 Prozent), Adecco (-1,6 Prozent) und ABB (-1,6 Prozent) alle klar nach.

Für Novartis hat die US-Behörde FDA grünes Licht beim Blutdrucksenker Diovan gegeben. Das Mittel erhöhe das Risiko einer Krebserkrankung nicht, teilte die FDA am Donnerstagabend mit. Trotzdem stehen die Papiere vorbörslich 1,0 Prozent tiefer.

Ebenfalls News gab es von Roche. So verlautbarten die Basler am Vorabend, dass Roche mit dem US-Konkurrenten Bristol-Meyers Squibb bei der Entwicklung von Hautkrebs-Medikamenten kooperiert. Am Berichtstag publizierte Roche positive Studiendaten zu Tarceva. In einer Phase-III-Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Erstlinientherapie mit Tarceva verglichen mit Chemotherapie die Zeit fast verdoppelte, die Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und EGFR-aktivierenden Mutationen ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung lebten. Die Papiere stehen vorbörslich 1,1 Prozent tiefer.

Überdurchschnittlich gut stehen SGS da, welche nur 0,4 Prozent tiefer indiziert sind. Hier hat die Credit Suisse das Kursziel auf 1720 Franken von bisher 1750 Franken gesenkt, die Einstufung Neutral indes bestätigt. So habe die Veranstaltung in Toronto gemischte Neuigkeiten für die Aktie ergeben, hiess es in einem Kommentar. Der zuständige Analyst rechnet mit Verzögerungen bei strategischen Investitionen sowie einer anhaltenden Frankenstärke.

(laf/awp)

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