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Milliardenschwere Sanierung im Baselbiet

Die Pensionskasse des Kantons Baselland steht finanziell im Regen. (Bild: Keystone)

Die Basellandschaftliche Pensionskasse befindet sich in Schräglage. Der Kanton beteiligt sich an der Sanierung - aber auch Versicherte und Rentner soll bluten.

Veröffentlicht am 09.12.2011

Die in Schieflage geratene Basellandschaftliche Pensionskasse (BLPK) soll für 2,3 Milliarden Franken umfassend saniert werden. Das von der Finanz- und Kirchendirektion (FKD) geschnürte Reformpaket sieht unter anderem den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat vor.

Von den Sanierungskosten soll der Kanton Basel-Landschaft 989 Millionen Franke tragen, wie die FKD mitteilte. Für den Rest müssen die Versicherten und die Rentner der BLPK aufkommen. Die staatliche Pensionskasse wies Ende 2010 einen Deckungsgrad von lediglich 77,2 Prozent auf.

Nach den Vorstellungen der FKD soll die BLPK in Zukunft wie eine privatrechtliche Vorsorgeeinrichtung geführt werden. Damit verbunden ist das System der Vollkapitalisierung. Auf diesem Weg würden Altlasten bereinigt und die BLPK auf eine nachhaltig solide finanzielle Grundlage gestellt, heisst es in der Mitteilung.

Vom Leistungs- zum Beitragsprimat

Ein wesentlicher Bestandteil des Reformpakets ist der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Richteten sich die Renten bisher nach der Höhe des Lohns, soll künftig das angesparte Kapital für die Rente massgeblich sein.

Allfällige negative Auswirkungen dieses Systemwechsels sollen nach Angaben der FKD durch eine Besitzstandregelung so weit wie möglich vermieden werden.

Gemäss der Mitteilung haben der Bund und die meisten Kanton den Wechsel zum Beitragsprimat bereits vollzogen.

(vst/tno/sda/awp)

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