Eine blanke Null ziert künftig den Zinsausweis, den die -3a-Konto-Inhaber der Bank J. Safra Sarasin erhalten. Das Basler Finanzinstitut hat zusammen mit der Bank Zweiplus, an der Safra Sarasin mehrheitlich beteiligt ist, den Zins auf seinen Vorsorgekonten per 1. Februar gestrichen. Zuvor hatten diese zwei Finanzhäuser noch 1 Prozent bezahlt. 

Auch andere Schweizer Banken haben bei der jüngsten Kürzungsrunde mitgewirkt – dies als Reaktion auf die Einführung des Negativzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Seither droht Instituten, deren Guthaben bei der Nationalbank einen gewissen Freibetrag überschreiten, eine Gebühr von 0,75 Prozent. Infolgedessen ist der durchschnittliche Zins für 3a-Konten erstmals in der Geschichte unter die Grenze von 1 Prozent gefallen. Das bedeutet für Sparer langfristig erhebliche finanzielle Einbussen.

Bei den Versicherern gibts mehr

Dabei ist sogar noch ein weiterer Taucher absehbar. Kürzlich publizierte die Nachrichtenagentur Bloomberg eine Umfrage zur Zinsentwicklung in der Schweiz. Die befragten Ökonomen gehen davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank die Zinsen von derzeit –0,75 auf bis zu –1,5 Prozent senken wird. Diese Entwicklung bei den Banken spielt ausgerechnet ihrer grössten Konkurrenz in die Hände – den Versicherern. Die von der Assekuranz vertriebenen Vorsorgepolicen werden aktuell mit rund 1 bis 1,5 Prozent verzinst.

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Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie die aktuell besten und schlechtesten Vorsorge-Konten 3a.

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