SCHULTHESS/ZEHNDER . Bereits im November hat die im Bereich Wärme-/Kältetechnik und Waschtechnik tätige Schulthess Group auf das schwierige Marktumfeld, insbesondere in Deutschland, reagiert und die Umsatzziele für das Gesamtjahr 2007 um 6% reduziert. Trotzdem konnte die Firma mit Sitz in Wolfhausen das neue Wachstumsziel von 18 bis 20% nur knapp erreichen: Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete Schulthess einen Umsatz von 360,2 Mio Fr., was einer Zunahme von 17,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Wachstumsverlangsamung ist auf eine hohe Vorjahresbasis sowie auf die deutliche Abschwächung des deutschen Wärmepumpenmarktes zurückzuführen. Der Bereich Wärme-/Kältetechnik verbesserte sich um 28,3% auf 236,3 Mio Fr., während die Sparte Waschtechnik mit einem Umsatz von 123,9 Mio Fr. praktisch auf Vorjahresniveau stagnierte (+1,2%). Im laufenden Jahr will die Firma eine prozentual zweistellige Wachstumsrate erreichen.

Die Umsatzangaben und Prognosen von Schulthess haben in Analystenkreisen kaum Erstaunen ausgelöst. Allerdings erscheint nun das Erreichen der Ebit-Ziele ebenfalls ambitiös. Da der Kurs der Schulthess-Aktien in den vergangenen Monaten nur leicht rückläufig war, bleiben die Analysten bei ihren Einschätzungen, dass die Titel stolz bewertet sind. Die Zürcher Kantonalbank stuft die Papiere auf «halten» ein, während Vontobel gar den Verkauf der Aktien empfiehlt.

Anzeichen für Wende fehlen noch

Wie Schulthess musste auch die Zehnder Group vergangenen Herbst eine Gewinnwarnung aussprechen. Am 26. Januar vermeldet der Heizungshersteller und Lüftungsspezialist seine Umsatzzahlen für das Jahr 2007. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes wird kein berauschendes Resultat erwartet. Da der Aktienkurs innerhalb der letzten drei Monate um knapp 45% zurückgegangen ist, erscheint die Bewertung aber wieder attraktiv. Allerdings fehlen noch Zeichen, dass eine baldige Wende in der Geschäftsentwicklung ansteht. Die ZKB stuft die Zehnder-Papiere daher weiterhin auf «halten» ein.

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