An den US-Börsen haben sich Anleger am Montag kaum aus der Deckung gewagt. Mit Spannung warteten sie auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen von zwei US-Grossbanken - JPMorgan Chase und Citi - am Donnerstag.

Damit nimmt die Berichtssaison volle Fahrt auf. Zudem habe es von geopolitischer Seite keine schlechten Nachrichten gegeben, sagte Analyst Andre Bakhos von Janlyn Capital. Den jüngsten Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un beachteten Investoren kaum.

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Dow Jones und Nasdaq erreichen Bestmarken

Die Hoffnung auf die Umsetzung der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hatte die Anleger im frühen Handel an der Wall Street zunächst bei den Aktien zugreifen lassen. Dow Jones und Nasdaq markierten zeitweise neue Bestmarken. Seit Wochen hangeln sie sich von einem Rekord zum anderen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 22'761 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2544 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 6579 Punkte.

GE verliert deutlich

Bei den Einzelwerten standen GE auf dem Verkaufszettel: Der Abschied von Finanzchef Jeffrey Bornstein missfällt den Aktionären. Der Aktienkurs brach 3,9 Prozent ein.

Unter Druck gerieten auch die Aktien von Tesla. Sie verloren 3,9 Prozent, nachdem Firmenchef Elon Musk die Präsentation des Elektro-Lastwagens weiter auf Mitte November verschoben hatte.

Wachsende Spekulationen um einen Eintritt von Amazon in den US-Apothekenmarkt machten erneut den Aktien einer ganzen Reihe von Drugstore-Ketten zu schaffen. Walgreens, CVS Health, Fred's und Rite Aid verloren 3,4 bis fast zehn Prozent, nachdem sie schon am Freitag um rund fünf Prozent eingebrochen waren. Amazon äusserte sich nicht zu den Spekulationen. Die Aktien legten 0,1 Prozent zu.

(sda/gku/cfr)