Nach den klaren Vortagesverlusten hat die Wall Street am Freitag wieder etwas zugelegt und den Anlegern einen versöhnlichen Wochenabschluss beschert. Dagegen entwickelten sich die Technologietitel an der Nasdaq eher durchwachsen.

Positive Impulse kamen vom Ölmarkt, wo die Preise ihre Erholungstendenz der vergangenen Handelstage fortsetzten und in dieser Woche um rund 5 Prozent kletterten.

Schwache Konjunkturdaten

Die jüngsten Konjunkturdaten fielen enttäuschend aus. Das von der Universität von Michigan ermittelte Barometer für die Stimmung der US-Konsumenten fiel im Juni auf 95,1 Punkte. «Das ist das niedrigste Niveau seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump im November 2016», sagte Studienleiter Richard Curtin.

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Ausserdem stiegen die US-Konsumausgaben im Mai nur noch um 0,1 Prozent. Die schwächelnde Konjunktur dürfte die US-Notenbank Fed in ihrer Meinung bestärken, die Zinsen nur behutsam anzuheben, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 21'349 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2423 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6140 Punkte.

Nike und Micron stark

Bei den Einzelwerten zählten die Titel von Nike zu den grössten Gewinnern. Sie verteuerten sich um fast 11 Prozent. Der Sportprodukthesteller steigerte seinen Quartalsumsatz überraschend stark um 5,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Die Aktien von US-Konkurrent Under Armour legten 1,8 Prozent an Wert zu.

Micron Technology legte ebenfalls Geschäftszahlen über Markterwartungen vor. Der Hersteller von Speicherchips für PC und Smartphones verdoppelte den Umsatz im abgelaufenen Quartal auf 5,57 Milliarden Dollar und machte einen Gewinn von 1,65 Milliarden Dollar.

Im Vorjahreszeitraum machte die Firma noch einen Verlust von 215 Millionen Dollar. Dennoch brachen Micron-Aktien nach einem freundlichen Start mehr als fünf Prozent ein.

(sda/gku)