Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch leicht im Plus geschlossen. Der SMI vollführte dabei eine Berg-und-Tal-Fahrt. Er stieg bis am frühen Nachmittag fast stetig an, rutschte dann aber gegen Handelsschluss fast wieder auf das Vortagesniveau zurück. Als Grund für das späte Absacken nannten Händler den wieder deutlich sinkenden Ölpreis. Der Kursverlauf war aber auch ein Ausdruck der hohen Nervosität im Vorfeld des US-Zinsentscheids.

Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Tag mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 8604,08 Punkten. Die grössten Gewinne unter den wichtigsten Titeln verzeichneten jene von Swatch (+2,0 Prozent) und Richemont (+1,6 Prozent). Sie setzten damit die Erholung vom Vortag fast ungebremst fort. Die überraschend guten Zahlen der chinesischen Wirtschaft von Anfang Woche lassen die Kurse weiter anziehen.

Julius Bär profitiert von Übernahme

Etwas besser als der Markt entwickelten sich auch die Papiere von Julius Bär (+0,6 Prozent). Die Bank hatte am Morgen die Übernahme einer Luxemburger Privatbank mit verwalteten Vermögen von rund 3 Milliarden Euro bekanntgegeben.

Das Pharmaschwergewicht Roche (+0,6 Prozent) stützte den Markt massgeblich. Die Papiere könnten auch von Umschichtungen in defensivere Titel im Vorfeld der US-Zinsentscheidung profitiert haben, hiess es in Händlerkreisen.

Auch Bell legt zu

Zu den wenigen Verlierern zählten die Scheine von Kühne+Nagel, Galenica, Swiss Re, Zurich und SGS, die alle zwischen -0,2 Prozent und -0,4 Prozent nachgaben. Deutlichere Verluste erlitten die Papiere von Givaudan (-0,9 Prozent) und jene von ABB (-1,2 Prozent). Offensichtliche Gründe für diese Einbussen lagen allerdings keine vor.

Der Fleischverarbeiter Bell (+4,5 Prozent) gab die Übernahme des österreichischen Geflügelspezialisten Huber mit einem Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro bekannt. Die Übernahme wurde von Analysten freundlich kommentiert.

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(sda/mbü)