Für den Swiss Market Index (SMI) ist es das verlustreichste 1. Quartal der Geschichte: Seit Jahresbeginn hat der Blue-Chip-Index 13% eingebüsst. Ihren Teil dazu beigetragen haben auch die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche, kommen die beiden Titel doch auf einen Anteil von über 30% am Index.

Die Novar- tis-Aktie hat ganze 17% ihres Börsenwerts eingebüsst, der Roche-Genussschein geht mit –3% ebenfalls gedrückt aus dem Rennen. Trotzdem wittern Beobachter noch weitere Verluste. So haben die Analysten der Bank Vontobel bei beiden Werten das Kursziel deutlich gesenkt. Neu liegt dieses bei Novartis bei 68 Fr. je Aktie statt 74 Fr., Roche soll nur auf 235 Fr. steigen (vorher: 250 Fr.).

Dollar lässt Kurse sinken

Grund dafür sind für einmal weder strenge Behörden noch die Generika-Konkurrenz, sondern der Dollar-Verfall. Dieser trifft die am lukrativen US-Gesundheitsmarkt stark engagierten Unternehmen hart – allein bei Roche könnte der schwache «Greenback» den Jahresgewinn um 11% schmälern. Bei Novartis kommen noch aktuelle Probleme hinzu, zuletzt mit der Medikamenten-Pipeline: Offenbar sind die Studienergebnisse zu einer Anwendung des Medikaments Tekturna unter Erwartung ausgefallen.

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Die Schmerzen der lange erfolgsverwöhnten Pharma-Anleger finden damit kurzfristig keine Remedur.