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Landwirtschaft
Weizen ist so billig wie lange nicht mehr

Weizenernte in Ungarn: Das Getreide ist im Moment spottbillig. Keystone

Der Weizenpreis hat an der Rohstoffbörse in Chicago ein Zehn-Jahres-Tief erreicht. In den USA werden im Moment die Lager für die neue Maisernte freigeräumt. Doch es gibt auch andere Gründe.

Veröffentlicht am 29.08.2016

Am Montag ist der Weizen so billig wie seit rund zehn Jahren nicht mehr gewesen. Der Preis für ein Scheffel des Getreides fiel an der wichtigen Rohstoffbörse in Chicago zwischenzeitlich unter 4,00 US-Dollar. Ein Scheffel Weizen entspricht einer Menge von gut 27 Kilogramm.

In den USA gebe es Verkaufsdruck, weil derzeit Lager für die Maisernte freigeräumt werden müssten, erklärte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank, zu den kurzfristigen Gründen des Preisverfalls.

Verschärfte Regeln in Ägypten

Ausserdem verschärfe der Weizenimporteur Ägypten Regeln gegen Pilzbefall bei Importware. Hinzu komme der vergleichsweise starke Dollar, durch den der in Dollar gerechnete Preis sinkt.

Schon seit geraumer Zeit drückt ein hohes Weizenangebot auf dem Weltmarkt auf die Preise. Viel beachtete Produktionsprognosen wurden immer weiter angehoben, zuletzt am Donnerstag durch den Internationalen Getreiderat (IGC). Auch das US-Landwirtschaftsministerium rechnet mit einer guten Ernte.

(sda/gku/hon)

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