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Weizenpreise steigen wegen Hitzewellen

Weizenfeld in Indiana: Ernte 2017 dürfte schlecht ausfallen. Keystone

Die Trockenheit in den USA und die Hitze in Europa belasten die globale Versorgung mit Weizen. Das treibt die Preise auf den höchsten Stand seit Sommer 2015.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Trockenheit in den wichtigen amerikanischen Anbauregionen hat am Montag die Preise für US-Weizen in die Höhe getrieben. Die richtungsweisenden Future an der Chicagoer Börse CBOT verteuerten sich zeitweise um vier Prozent auf 547-1/4 US-Cents je Scheffel und damit den höchsten Preis seit Juli 2015. «Der Sommerweizen brennt in der Sonne, und das wird die Produktion weiter schwächen und die Ernte noch niedriger als vom US-Agrarministerium vorausgesagt ausfallen lassen», sagte ein Börsianer.

Nach Angaben des Ministeriums vom Freitag wird die Fläche für Sommerweizen aktuell nur 10,9 Millionen Morgen betragen. Noch im März war mit einer Fläche von 11,3 Millionen Morgen gerechnet worden. «Damit war die Kürzung stärker als am Markt erwartet», schrieben die Analysten der Commerzbank.

Europas Ernteschätzung ebenfalls tiefer

Auch die Weizenpreise in Europa zogen an. Der richtungsweisende Dezember-Future, der an der Pariser Börse Euronext gehandelt wird, stieg um bis zu 2,5 Prozent auf 186,25 je Tonne. So viel hat eine Tonne seit November 2015 nicht mehr gekostet. Auch in Europa hat eine Hitzewelle dem Weizen-Anbau zugesetzt. Die EU-Kommission hatte am Freitag ihre Ernteschätzung um mehr als zwei Millionen Tonnen auf 138,9 Millionen Tonnen gesenkt.

(reuters/gku)

 

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