Heimat des Software-Unternehmens mit der weltbesten Aktie ist nicht, wie zu erwarten wäre, das Silicon Valley, Tel Aviv oder Bangalore. Nein, es ist Kuala Lumpur, die Hauptstadt von Malaysia.

Hier sitzt IFCA MSC Bhd., der Hersteller von Cloud-basierter Software für Immobiliengesellschaften, dessen Aktienkurs sich in den letzten zwölf Monaten vervierzehnfacht hat. Und die Gewinne klettern fast ebenso so stark wie der Kurs, nachdem IFCA einen Marktanteil von 80 Prozent bei malaysischen Immobilienunternehmen erreicht hat und nach China expandiert.

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«Das Wachstum in China ist unglaublich»

Zu den ersten Kunden der Software, mit der sich Verkäufe verfolgen und Zahlungen abwickeln lassen, zählt in China die Dalian Wanda Group Co. von Milliardär Wang Jianlin. IFCA-Chef Ken Yong Keang Cheun sagt voraus, dass China bis 2018 der grösste Markt für seine Firma sein wird.

«Das Wachstum in China ist unglaublich», sagt Yong in einem Interview mit Bloomberg News in seinem Büro in Petaling Jaya, einem Vorort von Kuala Lumpur. In China, wo es nach Angaben des Statistikamtes 2013 mehr als 90’000 Immobiliengesellschaften gab, hat IFCA bislang rund 100 Kunden. In Malaysia zählen 800 der 1000 grössten Immobilienfirmen zu den IFCA-Kunden. Der Gewinn hat sich letztes Jahr verzwölffacht auf 21,1 Millionen Ringgit (2,1 Millionen Dollar). Yong gibt sich «zuversichtlich», dass 2015 ein weiterer Rekord erreicht werden wird.

Nische für Immobilienentwickler

«Das gute an der Software ist, dass sie die Nische für Immobilienentwickler hat», sagt Chow Yuh Seng, General Manager Für IT bei Mah Sing Group Bhd., Malaysias fünftgrösstem Entwickler nach Marktwert.

Der Aktienkurs von IFCA ist in den letzten zwölf Monaten um 1321 Prozent geklettert. Das ist der grösste Kurssprung unter allen Softwarefirmen weltweit mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 150 Millionen Dollar, wie Daten von Bloomberg zeigen. Der durchschnittliche Kursgewinn lag bei 46 Prozent. In diesem Jahr hat die Aktie 78,7 Prozent hinzugewonnen.

(bloomberg/ise)