Borussia Dortmund (BVB) hat in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz verbucht. Höhere Spielergehälter und Abschreibungen liessen den Gewinn indes einbrechen, wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Freitagmorgen sagte. Der deutsche Pokalsieger verbuchte in der Saison 2016/17 bei einem Umsatz von 405,7 (Vorjahr: 376,3) Millionen Euro einen Konzerngewinn nach Steuern von 8,2 (29,4) Millionen Euro.

Gleichentags konnte der Club aber einen Rekord-Transfer bekanntgeben: Spitzenspieler Ousmane Dembele wechselt zum FC Barcelona. Die Dortmunder erhalten für den Offensivspieler eine fixe Transferentschädigung in Höhe von 105,0 Millionen Euro, wie Deutschlands einziger börsennotierter Fussballbundesligist am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Börse mitteilte.

Zusätzliche Bonuszahlungen

Darüber hinaus können Bonuszahlungen von rund 40 Prozent der Transfersumme kommen – in besten Fall erhalten die Borussen also mehr als 140 Millionen Euro. Das ist eine der höchsten Ablösesummen, die jemals für einen Fussballspieler gezahlt wurden. Zuletzt war Neymar für 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris Saint-Germain gewechselt.

Der FC Barcelona bestätigte die Grundsatzeinigung, die unter anderem noch vom Bestehen der sportmedizinischen Untersuchung abhängig ist. Zumindest wirtschaftlich ist der Wechsel ein gutes Geschäft für den Pokalsieger. Der BVB hatte Dembele vor einem Jahr für 15 Millionen Euro von Stade Rennes geholt.

Anleger hatten schon lange auf den Rekord-Transfer spekuliert: Seit Tagen war die Aktie des aktuellen Tabellenführers im Aufwind

(reuters/mbü)