Nicht nur die Fussball-Weltmeisterschaft, auch die warmen Temperaturen der Sommermonate lassen den Getränkekonsum in den kommenden Monaten ansteigen. Damit rücken auch die Getränkehersteller wieder vermehrt in den Fokus der Anleger. In den letzten Jahren hat sich die Getränkebranche trotz konjunkturellem Druck auf die Konsumausgaben überdurchschnittlich entwickelt. Einer Studie der Credit Suisse zufolge lag die Outperformance gegenüber dem MSCI World bei 30 bis 40% während dieser Zeitperiode.

Ein gewichtiger Grund für die starke Entwicklung ist das grosse Exposure vieler Firmen in den Schwellenländern. Dies dürfte laut CS auch in den kommenden sechs bis zwölf Monaten Vorteile bringen: Selbst in der Rezession verzeichnen die Schwellenländer ein relativ solides Wachstum. Ebenfalls förderlich waren die verstärkten Fusions- und Übernahmeaktivitäten in den letzten Jahren, ein Beispiel dafür ist der Zusammenschluss von Anheuser-Busch und InBev zum weltweit grössten Bierbrauer. Gemäss CS-Analyst Pascal Rohner habe sich damit ein beträchtliches Potenzial für Kosteneinsparungen und sonstige Synergieeffekte eröffnet - eine Absicherung für Gewinne in schwierigen Zeiten.

Lokalmatador versus Sponsor

Unter den Softgetränke-Herstellern steht Pepsi hoch im Kurs besonders bei den Analysten:Über drei Viertel der Experten empfehlen den Titel zum Kauf. Pepsi ist nach Coca-Cola der zweitgrösste US-Softdrinkproduzent. Für Pepsi spricht vor allem die starke Positionierung im Snackgeschäft - über zwei Drittel des Umsatzes werden in diesem Segment erwirtschaftet. Ein Drittel entfällt auf Getränke, der grösste Anteil davon auf die Marken Gatorade, Tropicana, Pepsi und Aquafina. Von Vorteil sind auch das niedrige Fremdwährungsrisiko und das geringe Engagement in Europa.

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Im WM-Austragungsland Südafrika ist der englische Bierbrauer SABMiller nach wie vor ein Marktführer, Anheuser Busch InBev ist dagegen offizieller Sponsor der Fussball-WM. Allerdings wird auch SABMiller in den öffentlichen Spielübertragungszonen ausschenken und damit von der WM profitieren und das dank der globalen Ausrichtung weltweit.