Im dritten Quartal von Juli bis September haben Zentralbanken weltweit laut einem Bericht der Lobbygruppe World Gold Council (WGC) 148,8 Tonnen Gold gekauft. Die «Financial Times» berichtete, die Menge sei sehr viel grösser ausgefallen als erwartet und habe Experten überrascht.

Seit einem Abfall der Preise im September sei Gold zur Absicherung von Kapital noch beliebter geworden. Welche Zentralbanken hinter den Käufen stehen, wollte das WGC nicht sagen. Es habe jedoch «eine Menge Neuzugänge» gegeben, die ihre Goldreserven ausbauen wollten, sagte das WGC der Zeitung.

Die Zentralbanken gehören dem Blatt zufolge zu den wichtigsten Einflussfaktoren des Goldpreises. Nach zwei Jahrzehnten mit mehr Ver- als Zukäufen begannen sie vergangenes Jahr wieder, Gold anzuhäufen. Für das Gesamtjahr könnte der Goldzukauf der Zentralbanken bei 450 Tonnen und damit höher als erwartet liegen, sagte Marcus Grubb vom WGC der «Financial Times».

(tno/awp)

Anzeige