Das 2. Quartals-Ergebnis wird die Swisscom zwar erst am 13. August veröffentlichen. Aber bereits heute zeichnet sich ab, dass das Jahres-gewinnziel kaum noch zu erreichen ist.

Swisscom erwartet für das laufende Jahr einen Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) von 4,8 Mrd Fr. Im 1. Quartal 2008 stieg zwar der Ebitda um 1,4% gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum, wenn aber Einmaleffekte aus dem Vorjahr herausgerechnet werden, resultiert ein Rückgang von mindestens 1%. In den verbleibenden drei Quartalen müsste Swisscom, wieder ohne Fastweb, jeweils ein Plus von 3% ausweisen, um das Ziel für die Schweiz zu erreichen.

Aber da ist ja noch Fastweb, das dem in der Schweiz stagnierenden Swisscom-Geschäft neue Wachstumsimpulse einhauchen sollte. Um das 7%-Ziel für 2008 zu erreichen, müsste jetzt für jedes Quartal ein Plus von 10% ausgewiesen werden. «Fastweb sagte uns zwar, man liege auf Kurs im 2. Quartal, aber sie hatten auch schon früher optimistische Nachrichten verbreitet und nachher enttäuscht», fasst Nicolas Didio, Analyst bei Exane BNP Paribas, seine Bedenken zusammen.

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Aktie überzeugte Anleger nicht

Seit Jahresanfang ist die Swisscom-Aktie um über 20% gefallen. Der Titel ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 in etwa gleich hoch bewertet wie die europäische Konkurrenz. Trotz defensiven Qualitäten und attraktiver Dividendenrendite: Anleger halten die Swisscom-Aktie offenbar für unattraktiv. Auch, weil vorerst keine Übernahmefantasie besteht.