Die Börsen in Fernost haben am Donnerstag Gewinne verzeichnet und damit die Verluste vom Vortag etwas wettgemacht. Vor allem die überraschende Zinssenkung in Südkorea auf ein Rekordtief von 1,75 Prozent sorgte für gute Stimmung auf dem Parkett.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Gewinn von 1,4 Prozent höher bei 18’991 Punkten und damit mit dem höchsten Aufschlag seit einem Monat.

Gefühl der Erleichterung am Markt

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte fast 0,7 Prozent im Plus. Experten machten neben den Zinssenkungen auch die abnehmende Sorge über die Situation in der Ukraine für die positive Entwicklung verantwortlich.

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«Am Markt herrscht ein Gefühl der Erleichterung», sagte Shigemitsu Tsuruta von SMBC Friend Securities zur geopolitischen Lage. In Japan sorgten darüber hinaus Spekulationen über eine Gehaltserhöhung bei Toyota für gute Stimmung unter den Anlegern.

Mehr Lohn als Konsumhoffnung

«Wenn ein Grosskonzern wie Toyota entscheidet, mehr zu zahlen, könnten andere Autobauer und weitere Firmen sich dem anschliessen», sagte Fujio Ando von Chibagin Securities. Das wiederum könnte den Konsum in Japan anschieben. Einem Nikkei-Bericht zufolge erwägt der Konzern einen monatlichen Aufschlag von 3700 Yen. Die Toyota-Aktie stieg 1,2 Prozent.

Gegen den Trend verlor Brother Industries 5,7 Prozent. Das Unternehmen hatte angekündigt, den britischen Konzern Domino Printing Sciences für etwa 1,55 Milliarden Dollar kaufen zu wollen.

Ein Euro wurde mit 1,0540 Dollar bewertet nach 1,0517 Dollar im ganz frühen Handel. Der Dollar wurde mit 121,31 Yen gehandelt nach 121,45 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0643 und zum Dollar mit 1,0094.

(awp/ise/ama)