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Immobilien
ZKB-Chef «völlig relaxt» bei Hypothekarkrediten

Martin Scholl
Martin Scholl: Keine Angst vor Überhitzung im Hypothekargeschäft.Quelle: © KEYSTONE / ENNIO LEANZA

Bankchef Martin Scholl zeigt sich trotz Warnungen wegen einer Überhitzung im Hypothekargeschäft nicht beunruhigt.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Die Zürcher Kantonalbank ist trotz Warnungen wegen einer Überhitzung im Hypothekargeschäft für Mietwohnungen nicht beunruhigt. «Wir sind völlig relaxt mit Blick auf unser Hypothekarkreditportfolio», sagte Bankchef Martin Scholl am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz.

Im vergangenen Jahr legte das Portfolio der Bank um knapp drei Prozent auf 81,3 Milliarden Franken zu. Sie wuchs damit nach eigenen Angaben zwar langsamer als der Markt. Allerdings vergab die Bank vor allem Kredite zur Finanzierung von Mietwohnungen, ein Marktsegment das in der Schweiz in bestimmten Regionen als überhitzt und damit anfällig für Korrekturen gilt. Auch die Schweizerische Nationalbank warnt davor fast schon bereits routinemässig.

Niedrige Leerstände in Zürich

Die ZKB vergebe ihre Kredite vor allem an «institutionelle Investoren oder Immobiliengesellschaften, die Mietwohnungen kaufen, sagte Scholl. «Wenn wir Wachstum erzielen, dann vor allem im Geschäft mit Fonds und nicht mit Herr oder Frau Meier, die zu hohen Preisen ein Haus erwerben», sagte er. Zudem sei die Bank vor allem im wirtschaftsstarken Kanton Zürich tätig, wo die Leerstände niedrig seien.

Im vergangenen Jahr war der Gewinn der ZKB bei 788 Millionen Franken in etwa stabil. Sie zählt zu den systemrelevanten Schweizer Banken.

(reuters/gku/mlo)

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